Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
Entdecken Sie die Outdoor Escape Touren durch München – ein einzigartiger Mix aus Sightseeing und Escape-Game, der sowohl Rätselliebhaber als auch neugierige Entdecker in seinen Bann zieht. In zehn kreativen Touren führt ein spannendes Rahmenprogramm mit kniffligen Rätseln und fesselnden Geschichten durch die verschiedenen Stadtteile, von Schwabing bis Solln. Jede Tour ist mit liebevollen Illustrationen versehen, die das Erlebnis noch lebendiger machen.
Die Outdoor Escape Touren bieten eine hervorragende Möglichkeit, München auf eine völlig neue Art und Weise zu erkunden. Mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden sind die Touren perfekt für Einsteiger und Profis geeignet. Der Spaßfaktor bleibt dabei nie auf der Strecke!
- Jede Tour ist sorgfältig gestaltet und/liefern ein unterhaltsames Erlebnis für jeden Teilnehmer.
- Spielerisch löst man knifflige Rätsel, die mit fesselnden historischen Anekdoten und Geheimtipps kombiniert sind.
- Ideal für Gruppen, Familien oder um so neue Freundschaften zu schließen: Die Touren fördern Teamgeist und Kreativität.
Genießen Sie die herrliche Kombination aus Abenteuer, Kultur und Rätseln und bringen Sie frischen Wind in Ihren Freizeitalltag! Die Outdoor Escape Buch-Erlebnisse verwandeln Ihre Entdeckungstour in ein spannendes Abenteuer, das in Erinnerung bleibt.
77 ganz besondere Cafés in München und Umgebung, versammelt im handlichen Hosentaschenformat! Die kleinen, oftmals versteckt liegenden Genuss-Oasen sind unbedingt einen Besuch wert und haben das Potenzial, für einen köstlichen Moment zu einem zweiten Zuhause zu werden. Auf ihrer Reise durch die Welt der Münchner Cafés trifft Diana Hillebrand auf Gastgeber*innen, die ihre Gäste mit viel Liebe zum Detail verwöhnen: Stets gibt es Kaffee aus der Siebträgermaschine, oft kommen eigene Röstungen in die Tassen, dazu stehen hausgemachte Kuchen und kleine Mittagsgerichte auf der Karte, manchmal sogar zubereitet von Köchen aus der Spitzengastronomie. Komplett aktualisiert und ergänzt ist diese Neuauflage ein unverzichtbarer Begleiter für alle, die München am liebsten bei einem Cappuccino entdecken. Jedes Café wird mit Foto und Text vorgestellt; QR-Codes führen schnell und unkompliziert ans Ziel.
Kurfürst Maximilian II. Emanuel (1662–1726) prägt seit über 300 Jahren Bayern und Europa. Unter der Herrschaft des ambitionierten Kunstmäzens und tollkühnen Feldherrn erlebte Bayern eine kulturelle Blütezeit – zugleich aber auch eine der dramatischsten politischen Niederlagen seiner Geschichte. Vielleicht ist Max Emanuel gerade deswegen bis heute eine der prominentesten Gestalten der bayerischen Landesgeschichte. Ergänzt durch hochkarätige Leihgaben aus ganz Deutschland geht die Ausstellung der Frage nach, wie der „Blaue Kurfürst“ zu der Legende wurde, als die er heute gesehen wird. So wird ein zeitgemäßer Blick auf diese schillernde Persönlichkeit geworfen, der neue Perspektiven eröffnet. In dem vorliegenden, opulenten Band werden nicht nur die über 120 Exponate ausgiebig vorgestellt. Beiträge von über 20 renommierten Autorinnen und Autoren ergänzen den umfassenden Katalogteil. Mit Beiträgen von Magdalena Bayreuther, Saskia-Eileen Berghäuser, Raphael Beuing, Hannah Maria Biller, Friederike Hausmann, Martin Hirsch, Daniel Hohrath, Britta Kägler, Heiko Laß, Messalina Mayer, Anahita Nasrin Mittertrainer, Markus C. Müller, Marius Mutz, Susanne de Ponte, Priscilla Pfannmüller, Johannes Pietsch, Marcus Pilz, Thomas Reiser, Ansgar Reiß, Anna Schellkopf, Tobias Schönauer, Annette Schommers, Rainer Schuster, Friederike Ulrichs, Anne Ilaria Weiß, Thomas Weißbrich und Hendrik Ziegler. Kataloge des Bayerischen Armeemuseums, Band 28 Herausgegeben von Ansgar Reiß Publikation zur gleichnamigen Ausstellung im Bayerischen Armeemuseum Ingolstadt, 26. Februar 2026 bis 10. Januar 2027. Im Kunstverlag Josef Fink sind außerdem folgende Publikationen des Bayerischen Armeemuseums erschienen: → Krieg und Frieden – Militär in Bayern 1870–1914 → Stadtidentität Ingolstadt. Festung → Das Zeughaus am Neuen Schloss Ingolstadt – Beiträge zur Geschichte und Planungen für seine künftige Nutzung durch das Bayerische Armeemuseum. Eine Dokumentation → Das Zelt des Großwesirs. Ein osmanisches Schlafzelt aus der „Türkenbeute“ des Kurfürsten Max II. Emanuel im Bayerischen Armeemuseum – Studien zur Geschichte eines musealen Objekts von 1687 bis 2023
12 Kalenderblätter, Übersichtsplan
Weihnachtsbücher gibt es in Hülle und Fülle: stimmungsvolle, rührselige, humorvolle, religiöse, volkskundliche – letztere meist beschränkt auf alpenländisches Brauchtum. Cornelia Oelwein aber lässt in ihrer historischen Darstellung Zeitzeugen zu Wort kommen, die einen Blick in die Advents- und Weihnachtszeit in Münchner Bürgerhäusern oder am kurfürstlich bzw. königlich bayerischen Hof erlauben. Wer hat den Christbaum nach München gebracht? Was war auf der Christkindldult anno 1846 im Angebot? Wo war die schönste Krippe zu besichtigen? Was schenkte König Ludwig I. seinen Lieben? Und nicht zuletzt: Was ließ man sich zu Weihnachten schmecken? Auf diese und viele andere Fragen findet man die Antwort in der nun völlig neu überarbeiteten und bebilderten Auflage des lange vergriffenen Klassikers über Weihnachten im alten München.
Eine Schwabinger Geschichte über Liebe und Musik: Pianist Tim liebt das Leben und die Oper. Schwerer tut er sich damit, die Liebe zu finden − irgendwo zwischen ekstatischen Partynächten, Klavierstunden und manch amouröser Verirrung. Klarer sieht das Marianne, eine gestandene Frau und Studentin, die ihr altes Leben abstreifen will. Sie sucht nach Erneuerung, nach intensiven Erfahrungen – und nach einem Weg hinaus aus einer erstarrten Beziehung, einem festgefahrenen Alltag.
Als diese beiden so unterschiedlichen Menschen in einer energiegeladenen Schwabinger Nacht aufeinandertreffen, entzündet sich ein Funke, der nicht ohne Folgen bleibt. Doch während die Begegnung den einen tief erschüttert, bleibt die andere klarer bei sich. Was kann daraus entstehen? Und welche Rolle spielt dabei die Oper »Der Rosenkavalier« von Richard Strauss?
Ein klug erzählter Roman an authentischen Schauplätzen im pulsierenden Münchner Künstlerviertel – eine Geschichte, die nach Liebe klingt.
Der neue Monatskalender des Stadtarchivs München präsentiert dieses Jahr die Lieblingsmotive seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Anlass des hundertsten Jahrestags in der der Winzererstraße 68 werden damit die Menschen, die hier arbeiten, in den Mittelpunkt gestellt. Ein bunter Mix aus Handschriften, Fotografien, Karten und Skizzen – ein Muss für alle München-Liebhaber!
Der großartige Debütroman der als FIVA bekannten Musikerin und Moderatorin (FM4, BR2, 3sat)
Ein heißer Münchner Sommer: Während die ganze Welt im Freibad ist, auch ihr Freund und ihr Kind, sitzt Nele Kastner am Sterbebett ihres Vaters und wartet mit ihm auf den Tod. Und obwohl er doch natürlich ist, dieser Tod, wirkt kurz vorm Ende alles wie Theater. In der Hauptrolle: Das fehlende Gespräch. Denn da der Vater nicht mehr sprechen kann, übernimmt Nele es, die gemeinsame Geschichte zu erzählen. Vom Aufwachsen im kleinbürgerlichen Vorstadtmilieu der 1980er- und 1990er-Jahre. Vom Psychofasten und von Bröselneurosen, von ersten und von letzten Malen, von Kastenläufen und Familienritualen. Von dem, was einen klein hält, und dem, was einen groß macht. Und keine Angst – man glaubt nicht, wieviel Humor in den letzten Erzählungen liegen kann.
Die Münchner Mariensäule auf dem Marienplatz wurde in den Jahren 1637 bis 1638 von Kurfürst Maximilian I. in Auftrag gegeben und errichtet. Sie diente als Ausdruck des Dankes dafür, dass das Land, die Städte sowie das Herrscherhaus im Dreißigjährigen Krieg verschont geblieben waren.
Das kunstvolle Monument verbindet den irdischen Sockel mit dem himmlischen Bereich, auf dem die vergoldete Bronzemadonna als Himmelskönigin und Patrona Bavariae thront. Die Figur wurde ursprünglich im Jahr 1593 von dem Bildhauer Hubert Gerhard geschaffen. Vier bronzene Heldenputti am Sockel symbolisieren den Kampf gegen das Böse, vertreten durch Schlange, Basilisk, Löwe und Drache. Heute gilt die Mariensäule als eines der bekanntesten Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt.
Nach ihrem Buch über den Opernball legt Stefanie Sargnagel mit einem weiteren Abenteuer nach: Allen Warnungen zum Trotz und in ein Dirndl geschnürt begibt sie sich an einen Ort, der für viele eine Zumutung ist und für andere der Himmel: das Münchner Oktoberfest.
Das bietet viel Anlass zum Nachdenken über die liebenswerten und weniger schmeichelhaften Gemeinsamkeiten von Österreich und Bayern. Vor allem ist es aber eine mitreißende, mitreißend komische Höllenfahrt in ein Paradies des Exzesses, wie es nur in Bayern vorstellbar ist. Es wird nicht getrunken, sondern gesoffen, gefressen und gehurt, gewankt, gekotzt, das Bewusstsein verloren, alles in dem Hochgefühl, dass es genau so sein soll.
Stefanie Sargnagel schaut zu, macht mit, und die Leserin, der Leser kommt aus dem Staunen nicht heraus über der Frage: Was hat sie da erlebt, was hat sie sich ausgedacht?
TECHNIK, TAKT UND TRADITION
Die Münchner Tram ist mehr als ein Verkehrsmittel – sie ist Stadtgeschichte zum Mitfahren. Martin Pabst erzählt die Entwicklung von der Pferdetram über Elektrifizierung
und Streckenausbau bis zu Krisen, Stilllegungsplänen und der Renaissance ab den 1990er-Jahren. Auch die jüngsten Veränderungen und Neuzugänge fehlen nicht. Kompetent, detailreich und opulent bebildert – eine Fundgrube für
München-Fans und Straßenbahnfreunde.
• Stimmungsvolle und hochwertige Bildauswahl: vom seltenen Archivmaterial bis zu aktuellen Farbbildern
• Geschichte und Gegenwart der Tram in München kompakt und verständlich erklärt
• Mit Streckenplänen und Fahrzeugskizzen auf dem neuesten Stand
Eine visuelle Zeitreise, die Fakten und Atmosphäre auf einzigartige Weise vereinigt.
Vor zehn Jahren gab der Münchner Stadtrat den Startschuss für Deutschlands größte kommunale Bildungsbauoffensive. Das Buch lenkt den Blick nicht nur auf das bisher Erreichte, sondern auch auf die Herausforderungen und Chancen, die für eine leistungsfähige Bildungsinfrastruktur noch vor der Landeshauptstadt liegen und die beispielhaft auch für andere Städte und Kommunen gelten. Die Errungenschaften und Qualitäten der Bildungsbauoffensive werden anhand von fünf Themenclustern mit einführenden Texten, Interviews, anschaulichen Infografiken und Dokumentationen beispielhafter Architekturprojekte beleuchtet. So werden die zentralen Fragen nach mehr Bildungsgerechtigkeit, zukunftsweisender Pädagogik, ressourcenschonendem Bauen und interdisziplinärem, kooperativem Handeln ins Bewusstsein gerückt.
Mit Beiträgen von Norbert Illiges, Bernhart Schwenk, Barbara Pampe, Meike Kricke, Andrea Gebhard, Thomas Auer und Julian Weyer
„Valentin ist nicht nur der Vater der modernen Komik, sondern auch der zukünftigen.“ (Heinz Erhardt) Diese zeitlose Beständigkeit des valentinschen Humors liegt dem Kalender in Ihren Händen zugrunde. Mit zahlreichen teilweise unveröffentlichten Aufnahmen aus den Tiefen des Valentin-Archivs und ebenso vielen unvergesslichen Sprüchen begleitet Sie der Kalender durch das Jahr – ganz egal durch welches! Weil weder Jahreszahlen noch Wochentage angegeben werden, verliert der Kalender seine Gültigkeit auch in 100 Jahren nicht und Ihre Notizen, Termine und niedergeschriebenen Weisheiten bleiben noch Ihren Urenkeln erhalten!
Schwerpunktthema: Wasser in Neuhausen-Nymphenburg und Gern
Die Sendlinger Straße erzählt wie kaum ein anderer Ort Münchens Geschichte. Aus einer mittelalterlichen Ausfallstraße zum Dorf Sendling wurde im 13. Jahrhundert ein zentraler Teil der Altstadt. Zwischen Handwerk, Handel und Bürgerleben spiegelte sie den Wandel der Stadt. Architektonische Höhepunkte wie die barocke Asamkirche, das Asamhaus oder das Alte Hackerbräuhaus zeugen von künstlerischer und wirtschaftlicher Blüte. Kriegszerstörung und Wiederaufbau formten ihr heutiges Gesicht, in dem historische Fassaden und moderne Bauten nebeneinander bestehen. Heute ist die Sendlinger Straße eine lebendige Flaniermeile, in der sich Vergangenheit und Gegenwart begegnen – ein kompaktes Geschichtsbuch Münchens im Herzen der Stadt, in Szene gesetzt in Wort und Bild von Werner Ebnet.
Ringen um Wahrheit Sophie Scholl (1921–1943) schrieb während ihrer Jugendjahre bis kurz vor ihrem Tod Tagebuch. Sie hinterließ damit einen eindringlichen Abdruck ihres Ringens um geistige Wahrheit. In ihren Selbstzeugnissen wird ihr Weg unmittelbar erfahrbar – von der 16-Jährigen, die von starken Gefühlsschwankungen umhergeworfen wird, bis zur 21-Jährigen, die die Lügen und das Vernichtungsstreben des Nationalsozialismus durchschaut und entlarvt. Erstmals ist es mit der von Regina Reisch herausgegebenen Edition möglich, alle überlieferten Tagebücher in durchgehender Form zu lesen. Mehr als 80 Jahre lang waren diese nur ausschnittsweise zugänglich oder noch gar nicht publiziert. Vollständige, möglichst originalgetreue Wiedergaben der Einträge und eine transparente Kennzeichnung editorischer Eingriffe der Herausgeber fehlten bisher. Die vorliegende Ausgabe bietet nun eine verlässliche Textgrundlage für Historiker, Autoren sowie alle Interessierten.
Der verwaltete Tod: Wandel der Trauer- und Begräbniskultur unter den Bedingungen von Ideologisierung, Politisierung und Massentod im Krieg. Im Tod, so der Philosoph Seneca, sind alle Menschen gleich. Nicht so im Nationalsozialismus, wie Lena Kelle am Beispiel der Stadt München zeigen kann. Hier herrschte ideologisch begründete Ungleichheit: zwischen jüdischen und »arischen« Verstorbenen, Soldaten und zivilen Luftkriegsopfern, »Gefallenen der Bewegung« und »Ehrenzeichenträgern« der NSDAP, Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen, Kriegsgefangenen aus West- und Osteuropa, hingerichteten politischen Gegnern und denen, die eines natürlichen Todes gestorben waren. Allzuständig für den unterschiedlichen Umgang mit dem Tod war das städtische Bestattungsamt, das – eine Münchner Besonderheit – das nahezu vollständige Monopol über das Bestattungswesen besaß. Das Massensterben im Luftkrieg verstärkte seine Präsenz. Das Gebot der Pietät begrenzte jedoch die Ungleichbehandlung. Vorstellungen von Pietät gestalten die Trauer- und Bestattungskultur jeder Gesellschaft und formulieren ungeschriebene Regeln für einen angemessenen Umgang mit dem Tod. Die Forderung, die Würde der Toten zu respektieren, war an tradierte Werte gebunden, die auch in der Trauer- und Begräbniskultur des nationalsozialistischen München fortwirkten.
München, die Stadt der Touristen und Sehenswürdigkeiten, so zu photographieren, dass sogar Einheimische zweimal hinschauen müssen – ist das überhaupt möglich? Rainer Viertlböck (geb. 1958), selbst Münchner, wollte genau das und hat einfach den Standort gewechselt: Vom Helikopter, von Treppen und Türmen aus, mit Hilfe von Hebebühnen oder ferngesteuerten Drohnen erschließt er Blicke aus ganz neuen, ungewohnten Perspektiven. Wer weiß schon, dass das Dach der Ludwigskirche ein markantes Muster aus bunt glasierten Ziegeln hat oder dass der Friedensengel zu einem regelrechten Sturzflug in die Prinzregentenstraße ansetzt? Rainer Viertlböck, vielfach ausgezeichneter Photograph, kam nach mehreren Jahren internationaler Arbeit in seine Stadt zurück und sah sie mit neuen Augen. Um einige spektakuläre Motive erweitert und im Format leicht verkleinert legen wir sein 2015 erstmals erschienenes München-Buch neu auf.
Wer an Ingeborg Bachmann denkt, denkt an Klagenfurt, Wien, Rom, Neapel, Paris oder Zürich. Dass auch München ein zentraler Ort in Bachmanns Leben war, wird häufig übersehen. Eben das will diese Biografie ändern: Sie beleuchtet den Einfluss der bayerischen Landeshauptstadt auf das Leben der Ingeborg Bachmann in allen Aspekten – von ihrer Arbeit mit dem Piper Verlag über die Zeit beim Bayerischen Rundfunk bis hin zu den diversen Bekanntschaften und Freundschaften mit heute oft vergessenen Weggefährten.
Die dritte Ausgabe der Review versammelt 13 Kunst am Bau-Projekte, die 2025 an städtischen Schulen, Kindertagesstätten, an einer Feuerwache und einer Bezirkssportanlage realisiert wurden. Die Bandbreite der im vergangenen Jahr entstandenen QUIVID-Werke zeigt sich besonders in der Vielfalt der künstlerischen Positionen: Künstler:innen verschiedener Generationen, Disziplinen und Ansätze tragen dazu bei, dass Kunst am Bau in München immer neue Ausdrucksformen findet – von skulpturalen und installativen Arbeiten bis hin zu partizipativen oder experimentellen Projekten.
Die Künstlerin Iris Helena Hamers, die in Düsseldorf und Zürich lebt und arbeitet, hat das diesjährige Cover als Kommentar zu den Themen Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum gestaltet.
Wir freuen uns über einen weiteren besonderen Beitrag in dieser Review: Das abschließende Kapitel dieser Ausgabe widmen wir den scheidenden Mitgliedern der Kommission für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum. Mit mehr als einem Jahrzehnt Amtszeit ist die derzeitige Kommission die erfahrenste in der Geschichte des Programms QUIVID. Sie hat sich zu einem eingespielten Team entwickelt, das mit Umsicht und Verantwortung Empfehlungen ausspricht. In unserer Review #3 lassen die scheidenden Mitgliedern der Kommission teilhaben an besonderen überraschenden und eindrücklichen Momenten aus mehr als zehn Jahren gemeinsamer Arbeit. Ihre Worte geben Einblick in die Freude, aber auch die Verantwortung, die mit dieser kontinuierlichen kulturellen Praxis verbunden sind. Allen Mitgliedern gilt unser großer Dank für ihre langjährige Arbeit, ihren Einsatz und ihre Leidenschaft.
rwin Schleich war eine ebenso zentrale wie umstrittene Figur des Münchener Wiederaufbaus zwischen 1950 und 1970. Bis heute polarisiert seine kompromisslose Forderung nach Wiederherstellung des kriegszerstörten Stadtbildes die Fachwelt. Jenseits von Verdammung oder Idealisierung portraitiert dieser Band den Architekten als hochbegabten Vermittler zwischen getreuer Nachschöpfung und funktional geleitetem Erfindungsgeist. Stellvertretend dafür werden drei seiner „Rekonstruktionen“ – Damenstiftskirche, Preysing-Palais und Haslauer-Block – vorgestellt. Für ein umfassendes Verständnis des „Architekturaktivisten“ Schleich unverzichtbar ist seine Streitschrift „Die zweite Zerstörung Münchens“, der ein eigenes Kapitel gewidmet ist.
48,00 Euro Sonderpreis für alle drei Broschüren
Gustav Gsaenger (1900–1989) gehört trotz seines außerordentlichen Schaffens zu den weniger bekannten Architekten Münchens des 20. Jahrhunderts. In seinen Bauten aus der Nachkriegszeit wie dem Münchner Stadtmuseum, der Grundschule an der Türkenstraße oder der St. Matthäuskirche am Sendlinger-Tor-Platz greifen Tradition und Moderne, Kontinuitäten und die Suche nach einem Neubeginn ineinander. Seine Bauten aus den 1950er Jahren zeigen durch die Verbindung von Alt und Neu nahezu collagenhaft die Gegensätzlichkeit und Widersprüchlichkeit des Architekturdiskurses der Nachkriegszeit selbst.
48,00 Euro Sonderpreis für alle drei Broschüren
Rosa Barbist (1856–1914) und Alois Barbist (1852–1905) sind bisher weithin unbekannt. Ihre zahlreichen Werke bilden allerdings einen wesentlichen Beitrag zur Architektur Münchens. Das Ehepaar plante 135 Neubauten und 8 Umbauten, von denen heute über 100 als Einzeldenkmale in der Bayerischen Denkmalliste enthalten sind. Nicht nur aufgrund dieser Anzahl, sondern auch aufgrund der Qualität der Bauten ist es an der Zeit, den Barbists entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen. Dass Rosa Barbist nach der Insolvenz ihres Mannes das Bautechnische Büro R. Barbist führte, verdient zudem eine besondere Beachtung, da sie somit eine der ersten Frauen in Deutschland war, die für eine Vielzahl von Planungen verantwortlich zeichnete.
48,00 Euro Sonderpreis für alle drei Broschüren
Rachel Salamander schuf in über 40 Jahren ein einzigartiges Forum für jüdische Autor:innen. In über 1000 Veranstaltungen brachte die Publizistin jüdische Gegenwart in klaren Worten zur Sprache. Mit ihrem Wirken veränderte sie den Diskurs in Deutschland. Dieses Lesebuch ist eine Hommage an die große Literaturvermittlerin und eine Einladung, wieder mit dem Lesen zu beginnen. »Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv« heißt auch die Monacensia-Ausstellung, die ab Mai 2026 zu sehen sein wird. Sie schöpft aus dem großen Archiv, das Rachel Salamander dem »literarischen Gedächtnis Münchens« schenkte. Mit literarischen Texten von Louis Begley, Maxim Biller, Lily Brett, David Grossman, Batya Gur, Barbara Honig mann, Imre Kertész, Ruth Klüger, Amos Oz, David Rokeah, Robert Schindel, Zeruya Shalev.
Nur in einem der von Deutschland im Zweiten Weltkrieg besetzten Länder, in Norwegen, gab es bis zum Kriegsende eine kontinuierliche Zusammenarbeit von Oppositionellen. Dass Norweger und Deutsche sich konspirativ zusammenfanden, um das NS-Regime gemeinsam zu bekämpfen, ist bisher nicht umfassend erforscht worden. Peter von Rüden beschreibt das Handeln und die Freundschaft von Gegnern des Nationalsozialismus aus beiden Ländern, das Leiden der Norweger unter Mord, Terror und Willkür und die Gegenwehr einer demokratischen Gesellschaft.
Die Eröffnung der Neuen Pinakothek in München 1981 löste in den Medien und unter Fachleuten zum Teil einen Sturm der Entrüstung aus. Die Vorwürfe bezüglich der Gestaltung des Bauwerks reichen von Unverständnis gegenüber einer vermeintlichen Ritterburg bis hin zu Vergleichen mit der Architektur des Nationalsozialismus. Dieses Buch nähert sich aus verschiedenen Perspektiven einem der strittigsten Bauwerke Münchens und ebnet damit den Weg zu einer neuen Wertschätzung. Mit Beiträgen von Kirstin Angermann, Hans-Rudolf Meier, Andreas Putz, Angelika Schnell, Frank Seehausen, Andreas Thuy und Korinna Zinovia Weber. Von Korinna Zinovia Weber ist im Kunstverlag Josef Fink außerdem erschienen: - Kirchen- und Begegnungszentrum Chilematt Steinhausen (CH) - Die Griechisch-Orthodoxe Allerheiligenkirche in München – Ein Bauprojekt der Ökumene als kulturelle und geistige Brücke zwischen Ost und West
Ein sinnlicher und überraschender Rundumschlag zum Thema Haar: Anhand von rund 200 Beispielen von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart lädt das Buch zu einem Streifzug durch drei Jahrtausende Kulturgeschichte der Haare ein und zeigt, dass kein anderes Körperteil mehr über uns und unsere Zeit verrät.Ob lang, kurz oder rasiert, glatt oder gelockt – unser Buch erklärt, warum Haare weit mehr sind als eine Frage des Stils. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, von Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Haare sind ein starkes Mittel des Ausdrucks – politisch, religiös, kulturell und persönlich. Mit ihnen bekennen wir Zugehörigkeit, gestalten Identität oder ziehen andere in unseren Bann. Sie können aber auch Klischees und Vorurteile hervorrufen. Auf der Reise durch die spannende Geschichte des Haars und seiner Bedeutungen werden unter anderem Gemälde, Skulpturen, neue Medien sowie Schmuck und Mode befragt.
Das Max-Joseph-Denkmal wurde 1820 vom Münchner Magistrat beschlossen, um König Max I. Joseph als Landesvater und Verfassungskönig zu ehren. Nach Planungen von Leo von Klenze und Martin von Wagner sowie einem misslungenen Gussversuch im Jahr 1832 schuf der Bildhauer Christian Daniel Rauch die thronende Königsfigur. Die feierliche Enthüllung fand am 13. Oktober 1835 statt. Der Sockel zeigt neben Löwen und vier Eckfiguren reliefierte Darstellungen zu den Verdiensten des Monarchen, darunter die Übergabe der Verfassung, die Förderung von Wissenschaften, Künsten, Religion, Justiz und Ackerbau.
Neuausgabe des Buches: Münchner Geister von Franz Trautmann. München, E. A. Fleischmann, 1858. (transkribiert, überarbeitet, ergänzt und bebildert) - Wiedersehen mit Münchner Persönlichkeiten
Das Bauerndorf Untermenzing trat erstmals in der Konradinischen Matrikel von 1315 zusammen mit seinem Nachbarort Obermenzing als „duo menzing“ in Erscheinung. Über Jahrhunderte hinweg blieb Untermenzing landwirtschaftlich geprägt. Erst die Eröffnung der Eisenbahnlinie München–Ingolstadt und die Ansiedlung des Dampfsäge- und Hobelwerks „Theodor Kirsch & Söhne“ im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wie auch die Entwicklung im angrenzenden Industriestandort Allach führten zu einschneidenden Veränderungen. Wohnraum für die zuziehenden Arbeitskräfte wurde geschaffen und der Ort begann zu wachsen. Am 1. Dezember 1938 wurde Untermenzing nach München eingemeindet und 1992 schließlich mit Allach zum 23. Stadtbezirk Allach-Untermenzing vereinigt. Die Historikerin Susanne Herleth-Krentz verfolgt die Entwicklung Untermenzings von seinen Anfängen bis ins 21. Jahrhundert hinein. Historische Aufnahmen aus dem Stadtarchiv München sowie von privaten Bildgebern nehmen den Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit.
Der fürstliche Hof und die städtische Gesellschaft begegneten sich in den weltlichen Residenzstädten des Alten Reiches auf vielfache Weise: herrschaftlich und sozial, räumlich und kulturell. Die 20 Beiträge dieses Bandes untersuchen das komplexe Beziehungsgefüge zwischen Stadt und Hof anhand zentraler Kategorien wie Austausch und Kommunikation, Konkurrenz und Konflikt sowie Koexistenz und Integration. Exemplarische Studien zu Residenzorten wie München, Berlin oder Innsbruck zeigen eindrucksvoll, wie sich die immer engere Vernetzung von Hof und Stadt auf die jeweilige Herrschaft, Sozialstruktur, Architektur und Kultur auswirkte. Die Beiträge, u. a. von Gerhard Fouquet, Stephan Hoppe, Cornel
Rupprecht Geiger (1908–2009) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Farbfeldmalerei in Europa. Innovativ und seiner Zeit voraus, prägte er die Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit der radikalen Reduktion des Farbträgers auf einfache geometrische Formen konzentrierte sich Geiger auf die Wirkung von reiner Farbe wie niemand zuvor. Als einer der ersten Künstler arbeitete er mit chemisch hergestellten Tagesleuchtpigmenten. Geigers Kunst im öffentlichen Raum prägt bis heute das Bild vieler Städte und öffentlicher Gebäude. Die Publikation zeigt die Vielseitigkeit und Entwicklung im Werk Geigers mit Arbeiten aus allen Schaffensphasen. Farbenprächtige Landschaften, Stadtansichten und Stillleben aus dem Frühwerk des Künstlers zeigen seine figurativen Anfänge, während die charakteristischen, strahlenden Farbmodulationen der späteren Jahre die für Geiger ikonische Bildsprache vermitteln.
Mindestens 22 Spieler, die von der NSDAP als Juden betrachtet werden, gehören am 30. Januar 1933, dem Tag, an dem Adolf Hitler Reichskanzler wird, der Jugendabteilung des FC Bayern München an. Spätestens als 1936 nur noch Mitglieder der Hitlerjugend in deutschen Vereinen Fußball spielen dürfen, geht für sie ihre Zeit beim FC Bayern zu Ende. Manchen von ihnen glückt die Flucht aus ihrem Heimatland. Bis zur Reichspogromnacht 1938 wird den Zurückgebliebenen noch erlaubt, unter sich zu kicken. Danach untersagen ihnen die Machthaber, öffentliche Sportplätze zu benutzen. Nur noch hinter den Friedhofsmauern des Israelitischen Friedhofes dürfen sie zukünftig ihrer Leidenschaft, dem Fußballspielen, nachgehen.
München 38 steht für Appeasement gegenüber Aggressoren. Denn auf der Münchner Konferenz gaben Chamberlain und Daladier den Drohungen Hitlers nach und ließen die Tschechoslowakei im Stich. Knapp ein Jahr später begann dennoch der Zweite Weltkrieg. Daniel Hedinger und Christian Goeschel erzählen die Geschichte der dramatischen drei Tage, an denen die Welt am Scheideweg stand, und fragen, was uns die Münchner Konferenz heute noch zu sagen hat. Denn die damaligen Ereignisse sind heute erschreckend aktuell.
In den letzten Septembertagen des Jahres 1938 lag Krieg in der Luft. Die Konferenz in München, der Hauptstadt der NS-Bewegung, war ein letzter, verzweifelter Versuch Frankreichs und Großbritanniens, den Frieden in Europa und damit der Welt zu retten. München ist seitdem ein globaler Erinnerungsort. Doch wurde er bislang zu sehr aus einer rein europäischen Perspektive betrachtet. Dies übersieht die globalen Hintergründe und Auswirkungen der Konferenz. Der Aufstieg des Faschismus hatte vorher bereits die bestehende Weltordnung in Frage gestellt. Erst vor diesem Hintergrund konnte Hitler seine Expansion vorantreiben. Die Welt schaute zudem sehr genau auf die Ereignisse von München und zog ihre Lehren daraus. Und so schwächte das Zurückweichen vor Hitler die demokratischen Abwehrkräfte im Inneren und ermunterte die aggressiven Mächte zu weiterer Expansion – in Europa ebenso wie im Rest der Welt. Auch deshalb ist München 38 ein Menetekel für unsere Zeit.
Im Jahr 1900 entstehen auf dem Laimer Gemeindegebiet die Bauten der ersten Baugenossenschaften des Eisenbahn-Personals. In Sichtweite zum alten Dorfkern stehen sie anfangs im wahrsten Sinne des Wortes `auf der grünen Wiese´. Als Bedienstete, Beamte und Lokomotivführer bilden die Gründer der einzelnen Genossenschaften nicht nur innerhalb der Hierarchie der Eisenbahner getrennte Gruppen, auch gegenüber den Dorfbewohnern sind die `Colonien´ sozial abgeschlossene Wohn-Gemeinschaften, die hinsichtlich ihrer Versorgung weitgehend autark organisiert sind. Mit historischen Plänen, Fotos und Dokumenten wirft dieses Buch einen Blick auf die Architektur der damals noch neuen Bauaufgabe des genossenschaftlichen Geschosswohnungsbaus, dessen Ziel die Schaffung `gesunder, passender und den Verhältnissen des Einzelnen entsprechender Wohnungen´ ist. Dank einer Chronik, die die Jahre von 1898 bis 1928 beschreibt, erfahren wir auch etwas über das Lebensgefühl und die Lebenswirklichkeit der `Colonisten´. Im Buch werden die Spuren der ersten Bewohnerinnen und Bewohner bis in die heutige Zeit nachgezeichnet.
Als der jüdische Kaufmann Jacob Hirschvogl 1897 zum Königlich-Bayerischen Hoflieferanten avanciert, glaubt er sich und seine Familie am Ziel. Mitten im Herzen der Stadt bieten sie mit dem Kaufhaus alles an, was das Herz begehrt – Waren aus der ganzen Welt »von Münchnern für Münchner«. Die Beliebtheit des Kaufhauses rettet sie über die Krisenjahre nach 1918. In den »goldenen« 20er-Jahren baut Tochter Lily das Geschäft am Münchner Rindermarkt zu einem modernen Tempel für Konsum, Kunst und Kultur aus. Eine glückliche Zukunft scheint der Familie offen zu stehen, doch als die Nationalsozialisten an die Macht gelangen, zerplatzt der Traum und die Hirschvogls müssen erleben, wie sich ihre geliebte Heimat München und Bayern gegen sie wenden … Der große Roman von Erfolgsautorin Heidi Rehn über Aufstieg und Fall einer jüdischen Münchner Warenhaus-Dynastie zu Beginn des turbulenten 20. Jahrhunderts - opulent, dramatisch, emotional.
Die Geschichte des modernen Griechenlands beginnt mit einer Revolution. Anfang 1821 formierte sich erstmals in den Donaufürstentümern der hellenistische Aufstand gegen das Osmanische Reich. Erst in der Schlacht von Navarino 1827 unterstützten die europäischen Mächte die Unabhängigkeitsbestrebungen offiziell. Doch schon zuvor beteiligten sich freiwillige Kämpfer, es wurden Legionen (wie etwa aus Bayern) entsandt und finanzielle wie materielle Hilfen aus ganz Europa geleistet. Mit dem Londoner Protokoll wurde Griechenland zum Königreich umgewandelt; mit Otto I., dem Sohn Ludwigs I. von Bayern, bestieg ein Wittelsbacher den Thron in Hellas. München und Athen standen seither im engen Austausch und es ist kein Zufall, dass München bis heute die größte griechische Gemeinde Deutschlands beheimatet. Der Band versammelt neue Perspektiven auf die vergangenen 200 Jahre deutsch-griechischer Beziehungsgeschichte und die besondere Bedeutung der Migration.
Unruhige Zeiten für die Isar-Detektive: Im Bayerischen Landtag schlägt eine seltsame Gruppe Lärm, die dort wieder einen König haben will. Elias, Flo, Balu und Metti nehmen die Verfolgung auf und müssen entsetzt feststellen, dass die Gruppe vor nichts zurückschreckt. Als sich die Situation im Maximilianeum zuspitzt und die Detektive ins Visier geraten, wird klar: Diesmal steht mehr auf dem Spiel als nur ein gelöster Fall – nämlich die Demokratie selbst!
Schulgeschichte und Schulgeschichten aus der Maxvorstadt in München. Eine Buchreihe über die Biografien von Lehrkräften, Schulleitungen, Offizianten und Schüler*innen, die das Münchner Schulleben prägten, mit zahlreichen Bildern sowie QR-Codes zu selbst erstellten Videos.
München, 14. Januar 1785. Eine siebzehnjährige Adelige besteigt den Nordturm der Frauenkirche – und stürzt in die Tiefe. War es ein Unfall, ein Liebestod, ein Akt verzweifelter Selbstbehauptung? Noch an demselben Tag beginnen die Gerüchte zu kreisen – und sie bestehen über mehr als 200 Jahre! Andreas Nerlich, Pathologe und Historiker, rekonstruiert den Fall: Er wertet zeitgenössische Protokolle, Gerüchte und seltene Augenzeugenberichte aus und entwirft das vielschichtige Porträt einer hochgebildeten jungen Frau im aufklärerischen München – selbstbewusst, widersprüchlich, ihrer Zeit weit voraus – und entwickelt zugleich ein scharfes Panorama einer Gesellschaft zwischen Vernunft und Aberglaube, Aufbruch und erstarrter Konvention. Den entscheidenden Punkt zur Klärung dieses Falles bieten schließlich moderne biomechanische Rechenmodelle – und ein experimenteller „Fallversuch“ vom Münchner Frauenturm. Ein „Cold Case“ des 18. Jahrhunderts – packend erzählt und nun endlich wissenschaftlich aufgeklärt: die Geschichte einer jungen Frau, die sich den Schranken ihrer Epoche widersetzte.
Auf den Spuren des FC Bayern in seiner Heimatstadt: Der „München-Mini“ widmet sich dem erfolgreichsten und größten Fußballverein Deutschlands, der 2025 seinen 125. Geburtstag feiert. 17 junge Fußball-Rebellen gründeten den Verein im Jahr 1900, heute ist der FC Bayern München mit 400.000 Mitgliedern der dominierende Club der Bundesliga. Er ist Schrittmacher des Spitzensports und hat seine Heimatstadt München deutlich geprägt. Der „München-Mini“ stellt die historischen Wurzeln des FC Bayern ins Zentrum. Er präsentiert wichtige Schauplätze der Vereins-Entwicklung, benennt sportliche Highlights und bietet einen guten Überblick und ersten Einstieg in die reichhaltige Geschichte des Traditionsclubs. Katharina Rieger nimmt alle Fußballfans mit auf eine kleine Zeitreise zu prägenden Figuren und Orten und lädt ein zu einer abwechslungsreichen Tour durch Münchens Fußball- und Stadtgeschichte.
Am Anfang des FC Bayern steht eine Rebellion. 17 junge Männer spalten sich am 27. Februar 1900 vom „MTV München“ ab, da dort der Fußball als neumodischer, englischer Sport belächelt wird. Im Münchner Weinhaus Gisela wird schließlich die Gründung des „F.C. Bayern“ beschlossen. Das offizielle Buch des FC Bayern München zu seinem 125. Jubiläum widmet sich den 17 Vereinsgründern und taucht dabei tief in die Anfangszeit des deutschen Fußballs und in das alte München der Prinzregentenzeit ein. Renommierte Historikerinnen und Historiker würdigen diese Pioniere des Fußballs erstmals in fundiert recherchierten, biografischen Porträts. Einleitende Beiträge, verfasst vom FC Bayern Museum, gewähren einen faszinierenden Einblick in die Gründungszeit des heute 400.000 Mitglieder zählenden Vereins.
Der bibliophile Band präsentiert eines der bedeutendsten Schatzbücher in einer Auswahl seiner schönsten Illustrationen. Farbenfroh lässt der um 1750 entstandene Kodex mit großformatigen aquarellierten Federzeichnungen den hochkarätigen Kirchenschatz des Reichsstifts St. Emmeran in Regensburg aufleben. Ein faszinierendes Zeugnis barocker kirchlicher Prachtentfaltung. Das Schatzbuch von St. Emmeran gehört zu jenen Zufallsfunden in historischen Bibliotheken, die sich als sensationelle Entdeckung entpuppen. Nicht nur besticht es durch seine aufwändige Gestaltung, es erweist sich auch als einzigartiges historisches Zeugnis der heute weitestgehend verlorenen liturgischen Preziosen und Paramente. Das Buch stellt die Illustrationen der Handschrift den wenigen noch erhaltenen Originalen gegenüber. Es erzählt von dem Kontext, in dem das Schatzbuch entstand und spürt der Frage nach, welchen Zweck es ursprünglich erfüllte.
Der Rechtsanwalt Otto Damasius Franz (1871-1963) war zugleich auch als Kunstmaler und Zeichner künstlerisch tätig. Der Ausstellungskatalog stellt v.a. seine Rolle als Gerichtszeichner beim Hitler-Ludendorff-Prozess 1924 dar. Konzeption und Bearbeitung der Ausstellung von Benedikt Martin Ertl. Einleitung von Julian Holzapfl. Weitere Informationen unter www.gda.bayern.de
Erstmals erscheint eine Biografie über Königin Caroline von Bayern (1776–1841), basierend auf einer außergewöhnlichen Entdeckung: Bislang galt ihr schriftlicher Nachlass als 1945 in Dresden verbrannt. Doch über 500 Briefe an ihren Ehemann König Max I. Joseph, die vergessen in Kartons auf Schloss Tegernsee lagerten, haben die Zeit überdauert. Historiker Christian Sepp, bekannt für Biografien über Frauen aus dem Hause Wittelsbach, hat sie erstmals ausgewertet und bringt Caroline damit zurück ins Licht der Geschichte.
Caroline war nicht nur Bayerns erste Königin, sondern auch die erste Protestantin an der Seite eines bayerischen Herrschers – und wurde zur Symbolfigur der Toleranzpolitik im frühen 19. Jahrhundert. Die kulturell interessierte Königin empfing zahlreiche Künstler an ihrem Hof. Die Biografie zeigt erstmals Zeichnungen aus Carolines eigener Hand.
10 Touren durch die „Hauptstadt der Bewegung“. Maxvorstadt – Schwabing – Neuhausen – Nymphenburg
Hitler, Himmler, Heß, Goebbels, Göring, Röhm: alle hinlänglich bekannt. Aber wer kennt Hitlers Vertrauten, den Reichsschatzmeister Franz Xaver Schwarz, ganz zu schweigen von Röhms Zuhälter Peter Granninger, Heß’ Wahrsager Ernst Schulte Strathaus und viele andere Weggefährten der Nazi-Führer? Gleiches gilt für die Institutionen: Wer kennt neben NSDAP, SA, SS, Gestapo, HJ auch: DAF, NSKK, NSDDB, NSDStB, NSDAB usw.? In der „Hauptstadt der Bewegung“ befand sich bis 1945 nicht nur die NS-Parteizentrale, sondern auch eine Vielzahl weiterer Instanzen, zugleich gab es aber auch einflussreiche literarische Stimmen wie Thomas Mann oder Lion Feuchtwanger. Der Stadtführer „Nazi-München“ verbindet Bekanntes mit Unbekanntem und macht die Anatomie des Nationalsozialismus durch Touren erlebbar. Das Bild des Widerstands ist ähnlich breit gefächert: Weiße Rose, die katholischen Harnier- und Sperrkreise, die KPD- und SPD-Gruppen bis hin zu mutigen Einzelkämpfern wie Georg Elser. Die wichtigen Opfergruppen nehmen breiten Raum ein: Juden, Homosexuelle, „Behinderte“ und andere Gruppen. Immer die Frage im Hintergrund: Wo verläuft die Linie zwischen Opfern, Tätern und Widerständlern?