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Literatur zur Münchner Stadtgeschichte

Der Bauernkrieg

Deutschlands großer Volksaufstand von 1525

Bibliografische Angaben

Herausgeber:in Die ZEIT - Geschichte
VerlagZeitverlag Gerd Bucerius
Jahr2024
Seiten99
ISBNB0DP95C6P6 / 0
SerieZEIT Geschichte
Suchbegriffe Bauernkrieg Bundschuh Schlacht von Frankenhausen Dreißigjährigen Krieg Landvolk-Bewegung Bauernerhebung 1705 Industrielle Revolution
Personen Berlichingen Götz von, Luther Martin, Müntzer Thomas

Inhalt

Ruf nach Freiheit

Im Frühjahr 1525 erhoben sich die Bauern und stürmten Klöster und Burgen, um gegen die alte Ordnung zu kämpfen. Für kurze Zeit schien es, als könnten sie die Machtverhältnisse stürzen.

Diese Ausgabe schildert den Verlauf des Bauernkriegs, das Scheitern des Aufstands und die Fortsetzung des Kampfes für soziale Gerechtigkeit – bis zur Bauernbefreiung und darüber hinaus. Wir ziehen Verbindungen zu späteren Revolten und zeigen, wie sich die beiden deutschen Diktaturen als Erfüllung der Träume von 1525 inszenierten.

Der Bauernkrieg ist heute weitgehend vergessen, doch seine Forderungen nach Freiheit und Gleichheit bleiben relevant. Die „Zwölf Artikel“, das Manifest der Aufständischen, sind ein frühes Dokument der Menschenrechte und erinnern uns an den Mut, für eine gerechtere Gesellschaft zu kämpfen. Der Bauernkrieg mag die Welt nicht verändert haben wie Luther, aber er hat eine Utopie hinterlassen, die nichts an Aktualität verloren hat.

Frank Werner,
Chefredakteur

Titelthema: Der Bauernkrieg: Deutschlands großer Volksaufstand von 1525: Wie uns der Kampf um Gerechtigkeit bis heute prägt

Weitere Themen:

  • Schauplätze des Schreckens: Wo der Bauernkrieg tobte: eine Spurensuche
  • Der Robin Hood vom Odenwald: Der Raubritter Götz von Berlichingen wird zum Anführer der Bauern – und zu Goethes Held
  • Mit Kirchenliedern in den Kampf: Im Dreißigjährigen Krieg löst die Gegenreformation neue Aufstände aus
  • »Gute Bauern, schlechte Bauern«: Woher kommt die Wut der Landwirte heute? Die Agrarsoziologin Janna Luisa Pieper im Gespräch

Inhaltsverzeichnis

  • Schauplätze des Schreckens
    Wo der Bauernkrieg tobte: eine Spurensuche
  • Gegen Adel und Pfaffen
    Aus einzelnen Aufständen erwächst eine historisch beispiellose Massenbewegung
    Von Gerd Schwerhoff
     
  • TEIL 1:
    REBELLION GEGEN DIE ALTE ORDNUNG
    • Die Karte des Bauernkrieges 
    • Verschwörung der Ohnmächtigen
      Geheimbünde wie der Bundschuh proben schon um 1500 den Aufstand
      Von Ulf Schönert
    • »Als wollten die Frösche die Störche fressen«
      Im Sommer 1524 entzündet sich im Südwesten des Reiches der Protest
      Von Gerd Schwerhoff
    • Adel unter Druck
      Die Bauern haben Zulauf, weil sich ihre Forderungen rasant verbreiten
      Von Thomas Kaufmann
    • Die Anklage der Bauern
      Was fordern die Aufständischen in den Zwölf Artikeln, ihrer wichtigsten Schrift?
      Von Samuel Rieth
    • »Das ging ins Hirn«
      Tübinger Archäologen sind den Gräueln der Schlacht von Leipheim auf der Spur
      Von Urs Willmann
    • Der Robin Hood vom Odenwald
      Der Raubritter Götz von Berlichingen wird zum Anführer der Bauern — und zu Goethes Held
      Von Volker Weidermann
    • »Die Bösewichter müssen dran!«
      Der Krieg entzweit die Reformatoren Martin Luther und Thomas Müntzer
      Von Marina Münkler
    • Aufruhr in den Alpen
      In Tirol entsteht eine demokratische Verfassung, die ihrer Zeit weit voraus ist
      Von Ulrich Ladurner
    • Welttheater in Dauerschleife
      Eines der größten Wandgemälde der Welt zeigt die Schlacht von Frankenhausen als episches Drama
      Von Sven Behrisch
  • TEIL 2:
    REPUBLIK, RESTAURATION, REFORM
    • Mit Kirchenliedern in den Kampf
      Im Dreißigjährigen Krieg löst die Gegenreformation neue Aufstände aus
      Von Florian Gasser
    • »Ach, Tell!«
      Die Schweizer Bauernerhebung von 1653 wird grausam niedergeschlagen
      Von Matthias Daum
    • Lieber bayerisch sterben
      In Bayern ist die Rebellion 1705 zunächst erfolgreich. Dann wendet sich das Glück
      Von Samuel Rieth
    • Befreit und doch nicht frei
      Von der Bauernbefreiung in Preußen profitieren vor allem die Großgrundbesitzer
      Von Ute Planert
  • TEIL 3:
    BAUERNSTOLZ UND BAUERNSTAAT
    • Die Verzweiflung der Weber
      Die Industrielle Revolution treibt ländliche Heimarbeiter ins Elend - und in den Aufstand
      Von Ralf Zerhack
    • »Lauter Freie, Gleiche auf teutscher Erde«
      Für die Revolution von 1848 sind die Bauern kaum zu begeistern
      Von Tobias Engelsing
    • Bomben gegen das »System«
      Die Landvolk-Bewegung schreckt 1929 auch vor Gewalt nicht zurück
      Von Volker Ullrich
    • »Der Bauer hat sein Ziel erreicht«
      Im NS-Staat blüht die Agrarromantik - aber der Krieg verlangt andere Prioritäten
      Von Daniela Münkel
    • Gottes Sichel in der DDR
      Der SED-Staat erklärt sich zum Sieger des Bauernkrieges
      Von Christoph Dieckmann
    • »Gute Bauern, schlechte Bauern«
      Woher kommt die Wut der Landwirte heute?
      Die Agrarsoziologin Janna Luisa Pieper im Gespräch

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