Die Münchner Galilei
Eine italienische Künstlerfamilie am Wittelsbacherhof im 17. Jahrhundert
Bibliografische Angaben
| Autor:in | Schmid Alois |
|---|---|
| Verlag | Volk Verlag |
| Jahr | 2022 |
| Seiten | 184 |
| ISBN | 3862224368 / 9783862224364 |
| Serie | Vergessenes Bayern |
| Suchbegriffe | Hofkapelle Lautenist |
| Personen | Galilei Vincenzo d. Ä., Galilei Gailileo |
Inhalt
Der Naturforscher Galileo Galilei zählt unbestritten zu den größten Persönlichkeiten der europäischen Kulturgeschichte. Was kaum einer weiß: Eine Nebenlinie seiner Familie war von 1607 bis 1694, über drei Generationen lang, in München ansässig und spielte im Kulturbetrieb der bayerischen Haupt- und Residenzstadt eine wahrlich bemerkenswerte Rolle. Wegbereiter der „Münchner Galilei“ war Vincenzo Galilei d. Ä., der 1578 erstmals in die Stadt kam. Sein Sohn Michelangelo – der Bruder Galileos – wurde zum Stammvater der Linie, die von Vincenzo d. J. und Albrecht Caesar fortgesetzt wurde, ehe sie mit Franz Nestor an ihr Ende gelangte. Sie pflegten als Musiker von hohem Rang die Lautenkunst in der wittelsbachischen Hofkapelle des 17. Jahrhunderts. Die vergessene Geschichte des Münchner Zweiges der Familie Galilei erfährt in diesem Buch ihre erste Darstellung auf breiter Quellengrundlage: ein herausragendes Beispiel für den breiten Kulturtransfer von Italien nach Bayern im Zeitalter der Renaissance und des Barock.
Inhaltsverzeichnis
- Im Schatten des Florentiner Universalgenies
Galileo Galilei in der Forschung
Ein kaum bekannter Familienzweig in München - Bayern und Italien im 16. Jahrhundert
Italien im deutschen Humanismus
Umschwung unter Albrecht V.
Italienorientierte Kulturpolitik - Der Wegbereiter: Vincenzo Galilei
Persönlichkeit
Der erste Galilei in München
Probleme der Interpretation
Die Münchner Fürstenhochzeit 1568
Die Affäre Ciurletta
Ein Kurzaufenthalt in München
Die Rückreise
Ein privates Unternehmen - Der Begründer: Michelangelo Galilei
Im Schatten des Genies
Anstellung in der Hofkapelle
Die Heirat
»II Primo Libro d’intavolatvra di livto«
Die Scheiner-Kontroverse
Vermittler der Galilei-Fernrohre
Italienische Pläne
Tod und Würdiung - Der Ausreißer: Vincenzo Galilei junior
Die familiären Verhältnisse
Ein hoffnungsvoller Lautenist
Auf Abwegen in Rom
Der verlorene Sohn - Der Stellvertreter: Albrecht Caesar Galilei
Die Weichenstellungen der Eltern
Unter der Obhut des Onkels
Rückkehr in die Hofkapelle
Der Erwerb einer Familienresidenz - Der Nachzügler: Franz Nestor Galilei
Ein Schwerbehinderter
Das Zisterzienserkloster Fürstenfeld als Erbe
Die Familiengrabstätte
Das Ende der Münchner Linie - Das soziale Umfeld
Eine Künstlerfamilie
Der Familienverband
Die Auseinander setzung mit der Inquisition
Die Anfänge der italienischen Gemeinde in München
Weiterwirken im 18. und 19 Jahrhundert
Aspekte der Migrationsforschung - Das Erbe
Erinnerungsstätten in München
Renaissance der Lautenmusik -
Anmerkungen
-
Anhang
Stammbaum
Quellenanhang
Summary
Abkürzungen
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Register