Bibliografische Angaben
| Autor:in |
Kluger Martin |
| Verlag | context verlag |
|---|
| Jahr | 2015 |
|---|
| Seiten | 432 |
|---|
| ISBN | 3939645818 9783939645818 |
Inhalt
Wasserwirtschaft und Welterbe? Eine Vision, die 2019 Wirklichkeit werden könnte. Denn dass Wasserbau, Trinkwasser, Brunnenkunst und Wasserkraft in Augsburg welterbewürdig sind, haben Experten schon vor Jahren attestiert. Augsburg hat nicht nur Architektur- und Technikdenkmäler, Brunnenkunst und Industriekultur vorzuweisen, sondern auch eine große Geschichte der Wasserkraftnutzung und Trinkwasserversorgung. Die ältesten Wasserwerke und Wassertürme Deutschlands, ein in Jahrhunderten gewachsenes Kanalnetz, einzigartige Monumentalbrunnen, eine weltweit einmalige Sammlung hydrotechnischer Modelle, das international bedeutende Technikdenkmal des Wasserwerks am Hochablass und frühe Wasserkraftwerke sind erhalten. Der Lech und die Wertach, Quellbäche und Kanäle haben das Stadtbild vom Mittelalter bis in die Epoche früher Textil- und Maschinenbaufabriken geprägt.
Augsburg ist ein halbtausendjähriges Archiv der Wasserwirtschaft. Das für die Menschheit so entscheidende Thema ist hier über mehr als 500 Jahre nicht nur durch Denkmäler und Museumsexponate, sondern auch durch Publikationen, Stiche, Zeichnungen und Handschriften in Archiven und Sammlungen dokumentiert. Dadurch wird nicht nur die Historie innovativer Brunnenmeister, Ingenieure und Industriepioniere überliefert, sondern auch die Rolle der Augsburger Fugger und Welser bei der Entwicklung der Trinkwasserversorgung und der Brunnenkunst.
Augsburgs Weg zum Welterbe ist auch deshalb so aussichtsreich, weil die historische Wasserwirtschaft zwei Themen beinhaltet, die auf der UNESCO-Welterbeliste noch immer rar sind – die Bewirtschaftung von Süßwasser und die Rolle der Wasserkraft für die Industrialisierung.
Wasserwirtschaft und Welterbe? Eine Vision, die 2019 Wirklichkeit werden könnte. Denn dass Wasserbau, Trinkwasser, Brunnenkunst und Wasserkraft in Augsburg welterbewürdig sind, haben Experten schon vor Jahren attestiert. Augsburg hat nicht nur Architektur- und Technikdenkmäler, Brunnenkunst und Industriekultur vorzuweisen, sondern auch eine große Geschichte der Wasserkraftnutzung und Trinkwasserversorgung. Die ältesten Wasserwerke und Wassertürme Deutschlands,
ein in Jahrhunderten gewachsenes Kanalnetz, einzigartige Monumentalbrunnen, eine weltweit einmalige Sammlung hydrotechnischer Modelle, das international bedeutende Technikdenkmal des Wasserwerks am Hochablass und frühe Wasserkraftwerke sind erhalten. Der Lech und die Wertach, Quellbäche und Kanäle haben das Stadtbild vom Mittelalter bis in die Epoche früher Textil- und Maschinenbaufabriken geprägt.
Augsburg ist ein halbtausendjähriges Archiv der Wasserwirtschaft. Das für die Menschheit so entscheidende Thema ist hier über mehr als 500 Jahre nicht nur durch Denkmäler und Museumsexponate, sondern auch durch Publikationen, Stiche, Zeichnungen und Handschriften in Archiven und Sammlungen dokumentiert. Dadurch wird nicht nur die Historie innovativer Brunnenmeister, Ingenieure und Industriepioniere überliefert, sondern auch die Rolle der Augsburger Fugger und Welser bei der Entwicklung der Trinkwasserversorgung und der Brunnenkunst.
Augsburgs Weg zum Welterbe ist auch deshalb so aussichtsreich, weil die historische Wasserwirtschaft zwei Themen beinhaltet, die auf der UNESCO-Welterbeliste noch immer rar sind – die Bewirtschaftung von Süßwasser und die Rolle der Wasserkraft für die Industrialisierung.
Inhaltsverzeichnis
<p><strong>Wasser im Alpenvorland</strong><br />
Der Lech, die Wertach, die Singold und die Quellbäche</p>
<p>Gewässer als „Adern" einer Welterbestätte<br />
Augsburgs Flüsse und Bäche sind im Stadtbild nur wenig wahrnehmbar</p>
<ul>
<li>Im Mündungsdreieck von Lech und Wertach<br />
Ein Vogelschauplan von 1574 zeigt das Lechfeld und die Gewässer vor Augsburg</li>
</ul>
<p><strong>Wasserwunder</strong><br />
Bischof Ulrich, sein Fisch und die Brunnen </p>
<p>Augsburger Brunnenheiliger und Wasserpatron<br />
St. Ulrich - der Fisch ist ein Attribut des Bischofs und ein Symbol für Wasser</p>
<ul>
<li>Das Hochstift Augsburg und die Fischer<br />
Der Bischof war der Fischwasserherr nahezu aller Gewässer um die Stadt</li>
</ul>
<p><strong>Wasserbau</strong><br />
Kanäle und Stadtgräben, Hochablass und Wolfzahnau</p>
<p>Das weitverzweigte System der Lechkanäle<br />
Von den Lechanstichen und Quellbächen bis zum Zusammenfluss auf der Wolfzahnau</p>
<ul>
<li>Die Pulvermühlschleuse: barocker Maschinenbau<br />
Eine hölzerne „Muskelkraftmaschine" dokumentiert vorindustrielle Schleusentechnik</li>
<li>Die Wasserbrücke vor dem Schwibbogentor<br />
Bei dem 1867 abgebrochenen Stadttor stand das erste Augsburger Wasserwerk</li>
<li>Elias Holl: Wassertürme und Abwassericanäle<br />
Auch Augsburgs stadtbildprägender Stadtwerkmeister befasste sich mit Wasserbau</li>
</ul>
<p>Der Hochablass - das große Stauwehr im Lech<br />
Vom Wehr aus Holz und Stein zur Stahlbetonkonstruktion des Industriezeitalters</p>
<p>Auf der Wolfzahnau vereinen sich alle Lechkanäle<br />
Die einstige Schinderinsel ist der Standort des ersten Augsburger Wasserkraftwerks</p>
<p>Das Kanalsystem von Wertach und Singold<br />
Vom Mühlenflüsschen vor der Stadtmauer zu den Industriekanälen vor der Stadt</p>
<p><strong>Wasserkraft</strong><br />
Wasserräder, Turbinen und Wasserkraftwerke</p>
<p>Hunderte Räder drehten sich an den Kanälen<br />
Wasserkraftnutzung in Augsburg vom Mittelalter bis zu den ersten Wasserturbinen</p>
<ul>
<li>Die Modellkammer im Maximilianmuseum<br />
Die Augsburger Sammlung hydrotechnischer Modelle ist weltweit ohne Parallele</li>
</ul>
<p>Wasserkraft für die Industriestadt Augsburg<br />
Mit Turbinen und den ersten Wasserkraftwerken endete die Ära der Wasserräder</p>
<p><strong>Trinkwasser</strong><br />
Vom Oberen Wasserwerk zum Wasserwerk am Hochablass</p>
<p>Die Anfänge der Trinkwasserversorgung<br />
Von den Schöpfbrunnen zum missglückten Wasserwerk beim Schwibbogentor</p>
<p>Ohne Vergleich - das Wasserwerk am Roten Tor<br />
Drei Wassertürme versorgten große Teile der Stadt jahrhundertelang mit Trinkwasser </p>
<ul>
<li>Augsburgs großer Brunnenmeister: Caspar Walter<br />
Der Handwerker-Ingenieur dokumentierte die Wasserversorgung wie kein Zweiter</li>
<li>Gut erforschte Baugeschichte der Wassertürme<br />
Bauforschung im Jahr 2006 bestätigte Bekanntes, ergab aber auch Überraschendes</li>
<li>Das Obere Wasserwerk: Ziel für Bildungsreisende<br />
Um 1600 besuchten Prominente aus weiten Teilen Europas Augsburgs Wassertürme</li>
</ul>
<p>Das Untere Wasserwerk beim Mauerberg<br />
Die „Machina Augustana", der Untere Brunnenturm und eine gusseiserne Kanalbrücke</p>
<p>Elias Holl erbaute die St.-Jakobs-Wassertürme<br />
Der Augsburger Stadtwerkmeister schuf zwei Wasserwerke für die Jakobervorstadt</p>
<p>1538 entstand ein Wasserwerk beim Vogeltor<br />
Ein Wasserturm am Stadtgraben erinnert an zwei verschwundene Brunnenhäuser</p>
<p>Augsburgs verlorengegangene Wasserkünste<br />
Caspar Walter beschrieb den Eicht-Wasserturm und das Wasserwerk bei Maria Stern</p>
<ul>
<li>Ein Wasserturm als Relikt barocker Gartenkunst<br />
Das Denkmal erinnert an das Wasserrad des Schaur'schen Gartenguts am Sparrenlech</li>
<li>Die Wasserkunst der Fugger am Sparrenlech<br />
Reisende berichteten von dem „Räderwerk" eines Gartenguts in der Jakobervorstadt</li>
</ul>
<p>Wasserleitungen: von Metall über Holz zu Metall<br />
Bis 1879 blieb Trinkwasser über den Hausanschluss das Privileg betuchterer Bürger</p>
<ul>
<li>Die Abwasserleitungen: vom Kübel in den Kanal<br />
Fäkalien, Ab- und Regenwasser wurden in Augsburg auch über Lechkanäle entsorgt</li>
<li>Die „Gumpperwerke": Cholera,Typhus und Tod<br />
Große Teile der Stadtbevölkerung tranken Wasser aus Schöpf- und Pumpbrunnen</li>
</ul>
<p>Eine neue Ära: das Wasserwerk am Hochablass<br />
Das Denkmal der Industriekultur belieferte ab 1879 ganz Augsburg mit Trinkwasser</p>
<p><strong>Brunnenkunst</strong><br />
Fünf Brunnen aus zwei Brunnengenerationen</p>
<p>Heilige, Wappner und der Wassergott Neptun<br />
Die Brunnenfiguren der ersten und zweiten Augsburger Brunnengeneration</p>
<ul>
<li>Der Neptunbrunnen - ein Erbe der Fugger?<br />
Die Bronzefigur stand ursprünglich vielleicht im Gartengut Raymund Fuggers</li>
</ul>
<p>Hubert Gerhard und sein Augustusbrunnen<br />
Vorgeschichte und Entstehung des ersten Augsburger Monumentalbrunnens</p>
<ul>
<li>Der Senkelbach - Kind von Singold und Wertach<br />
Aktualisiert ein Bild die Bedeutung der Figuren auf dem Rand des Augustusbrunnens?</li>
<li>Ersetzte ein Neptunbrunnen den Neptunbninnen?<br />
Ein Kupferstich Lukas Kilians zeigt den liegenden Wassergott auf dem Fischmarkt</li>
</ul>
<p>Adriaen de Vries und seine Bronzefiguren<br />
Der Merkurbrunnen, der Herkulesbrunnen und der Brunnenjüngling im Kastenturm</p>
<ul>
<li>Augsburg - eine Stadt mit hundert Brunnen<br />
Nur fünf Brunnenkunstwerke sind für die Welterbe-Bewerbung der Stadt relevant</li>
<li>Augsburger Technologie im Umland und in Europa<br />
Vom Wasserwerk an der Friedberger Ach bis zur .sehr künstlichen Wuhr' in Ungarn</li>
<li>Kesselspeisewasser für 120 Dampflokomotiven<br />
Zwei Tiefbrunnen und ein Wasserhaus im Augsburger Bahnbetriebswerk von 1906</li>
<li>Das Lechmuseum Bayern in Langweid<br />
Ein bundesweit einzigartiges Flussmuseum im denkmalgeschützten Wasserkraftwerk<br />
</li>
<li>Von der Idee zum Platz auf derTentativliste<br />
Die historische Wasserwirtschaft - Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes?</li>
<li>Der Inhalt der Augsburger Interessenbekundung<br />
Zwei Kriterien bestätigen der historischen Wasserwirtschaft universelle Einzigartigkeit</li>
<li>Die Empfehlung an die Kultusministerkonferenz<br />
Eine Fülle authentischer architektonischer, technischer und künstlerischer Zeugnisse</li>
</ul>
<p>Register (Gewässer, Orte, Personen, Unternehmen/Institutionen, Stichworte zum Wasser)<br />
Bildnachweis<br />
Nachwort des Autors<br />
Dank für Beratung und Unterstützung<br />
Dank an Sponsoren und Förderer<br />
Impressum </p>