Publikationen zu München

Leben Lieben Sterben

450 Jahre Pfarrmatrikeln

Titel Leben Lieben Sterben
Untertitel 450 Jahre Pfarrmatrikeln
Verlag Archiv des Erzbistums München und Freising
Erscheinung 2014
Seiten 175
ISBN 0010000025
Kategorie Ausstellungskatalog 
Suchbegriff Pfarrmatrikeln 

Am 11. November 1563 schrieb das Konzil von Trient für die gesamte katholische Kirche die Führung von Matrikelbüchern vor. Staatliche Standesämter gibt es dagegen in Bayern erst seit 1876. Drei Jahrhunderte lang waren also im alten Bayern die katholischen Pfarrer die Einzigen, die Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle in ihren Pfarrmatrikeln (Tauf-, Trauungs- und Sterbebüchern) erfassten. Damit schufen sie eine ein zigartige Sammlung von Informationen, die heute für Familienforschung, für Orts-, Regional- und Sozialgeschichte, Volkskunde und für viele weitere Frage stellungen ausgewertet werden können. Ursprünglich wurden die Matrikeln für die jeweilige Pfarrei vom Ortspfarrer ge führt und im Pfarrbüro bzw. Pfarrarchiv aufbewahrt. Aus Sicherungsgründen sind die historisch gewordenen Bände heute im Diözesanarchiv zentralisiert. So verwahrt das Archiv des Erzbistums München und Freising gegenwärtig rund 10.000 Bände historischer Pfarrmatrikeln aus allen Pfarreien des Bistumsgebiets.
In dieser Ausstellung präsentiert es anhand von ausgewählten Originalen die Geschichte und die verschiedenen > Gattungen der Matrikeln, stellt Forschungsmöglichkeiten vor und zeigt, wie historische Ereignisse und bekannte Persönlichkeiten ihre Spuren in den Matrikeln hinterlassen haben. Die Ausstellung macht auch das aktuelle Gesamtverzeichnis der Pfarr matrikeln im Archiv des Erzbistums zugänglich und gibt einen Einblick in die digitale Nutzung, die seit November 2013 im Lesesaal des Archivs möglich ist.