Publikationen zu München

St. Quirin München-Aubing

Titel St. Quirin München-Aubing
Autor Redaktionteam Pfarrbrief St. Quirin 
Verlag Verlag Norbert Dinkel
Seiten 15
ISBN 0000000135
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Kategorie Kirchenführer 
Suchbegriff St. Quirin Aubing 
Regierungsbezirk Oberbayern
Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied

Jahrhundert, einer Grabung (1938) zufolge, bei derein großer bajuwari-scher Reihengräberfriedhof aus der Merowinger-Zeit entdeckt wurde. Im 8. Jahrhundert erforderte das zunehmende christliche Bewußtsein der Bevölkerung den Bau eines neuen Gotteshauses, zu dem dann auch der Begräbnisplatz gelegt wurde. Dabei muß es sich um die Vorgängerin der heutigen Kirche St. Quirin gehandelt haben. Aubing war dadurch zum kirchlichen Hauptort der Gegend östlich der Aubinger Lohe mit einer stattlichen Reihe von Filialkirchen geworden. Als Gründer von St. Quirin in Aubing kommen zwei Klöster in Betracht: Tegernsee und Polling. Für Tegernsee, gestiftet 746, spricht das Patrozinium des hl. Quirin, des großen Tegernseer Heiligen. Polling dagegen kann auf eine wichtige schriftliche Quelle verweisen: Am 16. April 1010 gab Kaiser Heinrich II. dem Kloster Polling Güter zurück, die durch Herzog Arnulf den Bösen zur Finanzierung der Züge gegen die Ungarn säkularisiert worden waren. In dieser Urkunde ist Uhingen gleich zweimal erwähnt. Dem Kloster Polling wurde nämlich in Aubing nicht nur der Besitz wiedergegeben, sondern auch der Zehnt zugewiesen. Diese Zehnt-Rechte bleiben bis in das 15. Jahrhundert nachweisbar. Kirche und Pfarrei St. Quirin treten urkundlich erstmals in der Matrikel des Freisinger Bischofs Konrad III. von 1315 auf, und zwar gleich als Mutterkirche von fünf Filialen (mit Begräbnisrecht): »Paesing, Aloch, duo Mentzing, Lamen (Laim) cum sepulturis«.

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