Geschichte - Samstag den 6.9.1805

München Zeitensprünge
Samstag den 6.9.1805

Die österreichische Armee belagert Schloss Nymphenburg

Nymphenburg * Einhundert österreichische Husaren und Dragoner unter der Leitung des kaiserlichen Feldmarschalls Carl Philipp Fürst zu Schwarzenberg umzingeln Schloss Nymphenburg.

Sie nötigen den sich dort aufhaltenden Kurfürsten Max IV. Joseph „ultimativ“ zum Eintritt in die „antifranzösische Koalition“. Zur Unterstreichung seiner Forderung lässt der Feldmarschall das Schloss umstellen und von München abriegeln, worüber die baierische Bevölkerung entsetzt ist.

Offensichtlich will der Kurfürst, der den „Vertrag von Bogenhausen“ noch nicht unterschrieben hatte, schon dem österreichischen Drängen nachgeben, als Maximilian Joseph Freiherr von Montgelas ernsthaft mit seinem Rücktritt vom Amt des Außenministers droht.

Mit Täuschungs- und Verzögerungsmanöver gelingt ein Zeitaufschub bis zum 9. September. Bis dahin hat die kurfürstliche Familie die Haupt- und Residenzstadt München heimlich in Richtung Würzburg verlassen. Auch die baierische Armee ist inzwischen in Franken und in der Oberpfalz zusammengezogen worden. 

© Rudolf Hartbrunner

Suchbegriffe

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Personen

Max I. Joseph König | Schwarzenberg Carl Philipp von Fürst Feldmarschall |