Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
| geboren | 29.05.1934 |
| gestorben | 02.12.2018 (München) |
| Berufsgruppe | Mediziner (Gesundheitswesen) |
| Beruf | Pathologe |
| Personenverzeichnis | Rabes Hartmut |
| Friedhof | Friedhof am Perlacher Forst |
| Lage | 121-A-001 A/B |
| Hartmunt M. Rabes wurde 84 Jahre alt. |
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Prof. Dr. med. Hartmut M. Rabes (1934–2018) war ein international renommierter deutscher Pathologe und Onkologe, der die experimentelle und translationale Krebsforschung über Jahrzehnte hinweg maßgeblich prägte. Nach seinem Medizinstudium und der anschließenden Promotion schlug er die akademische Laufbahn ein und fand seinen wissenschaftlichen Lebensmittelpunkt an der Ludwig-Maximilians-Universität München. An der LMU leitete er über viele Jahre die Abteilung für Experimentelle Pathologie und etablierte sich als eine der tragenden Säulen der medizinischen Fakultät. In seiner Forschungsarbeit widmete sich Rabes intensiv den Mechanismen der malignen Zelltransformation. Er untersuchte die Zellkinetik und Geweberegeneration am Modell der Leber, um die frühesten Phasen der Tumorentstehung auf molekularer Ebene zu entschlüsseln. Ein Meilenstein seiner wissenschaftlichen Karriere war zudem die Untersuchung von Schilddrüsenkarzinomen bei Kindern nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Seinem Team gelang es, strahleninduzierte genetische Umlagerungen nachzuweisen, was grundlegende Erkenntnisse über die Entstehung strahlenbedingter Tumoren lieferte. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit engagierte sich Rabes in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgremien, unter anderem bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Für seine wegweisenden Beiträge zur Onkologie wurde er mit renommierten Auszeichnungen geehrt, darunter dem Deutschen Krebspreis sowie dem Johann-Georg-Zimmermann-Preis. Auch nach seiner Emeritierung blieb er der medizinischen Fachwelt eng verbunden. Er verstarb im Dezember 2018 im Alter von 84 Jahren in München.
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