Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
| geboren | 15.12.1861 (Rhein / Ostpreußen) |
| gestorben | 07.07.1916 (München) |
| Berufsgruppe | Wissenschaftler (Wissenschaftler) |
| Beruf | Zoologe |
| Personenverzeichnis | Hofer Bruno |
| Friedhof | Waldfriedhof - Alter Teil |
| Lage | 85-W-039 |
| Wikipedia | Bruno_Hofer |
| Bruno Hofer wurde 55 Jahre alt. |
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Bruno Hofer (1861–1916) war ein deutscher Zoologe, Ichthyologe und Fischereiwissenschaftler, der als Begründer der modernen Fischpathologie gilt. Geboren am 15. Dezember 1861 in Rhein in Ostpreußen, studierte er Naturwissenschaften in Königsberg und habilitierte sich später in München. Dort wirkte er zunächst am Zoologischen Institut und wurde zu einem der führenden Fachwissenschaftler auf dem Gebiet der Fischkunde. Seit 1896 lehrte Hofer Fischkunde an der Tierärztlichen Hochschule München, 1908 wurde er ordentlicher Professor für Zoologie und Fischkunde. Er gründete das Institut für Zoologie, Fischereibiologie und Fischkrankheiten, das zu einem bedeutenden Zentrum der Fischereiforschung wurde. Seine Arbeiten befassten sich insbesondere mit Fischkrankheiten, Gewässerökologie und Fischereibiologie. Besondere Bekanntheit erlangte Hofer durch die Entdeckung und Beschreibung des Erregers der Drehkrankheit der Fische (Myxobolus cerebralis) im Jahr 1903. Zudem beschrieb er erstmals den Ammersee-Kilch (Coregonus bavaricus), eine ausschließlich im Ammersee vorkommende Renkenart. Seine Standardwerke über Fischkrankheiten und Süßwasserfische beeinflussten die wissenschaftliche Forschung über Jahrzehnte. Darüber hinaus setzte sich Hofer früh für den Schutz von Gewässern und die Erhaltung der Wasserqualität ein und gilt damit als Wegbereiter des modernen Umweltschutzes. Er starb am 7. Juli 1916 in München. Sein wissenschaftliches Wirken hinterließ nachhaltige Spuren in der Fischereibiologie, Limnologie und Fischgesundheitsforschung. |
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