Münchner Friedhofsportal

geboren 04.09.1873 (München)
gestorben 22.07.1958 (München)
Berufsgruppe Maler (Kunst und Kultur)
Beruf Maler
Suchbegriffe Münchner Künstlergenossenschaft Akademie der Bildenden Künste 
Personenverzeichnis Böhm Emil 
Friedhof Friedhof Obermenzing
Lage 53-A-002

Sektionsplan

Wikipedia Emil_Böhm
Emil Karl August Böhm wurde 85 Jahre alt.

Emil Karl August Böhm (1873–1958) war ein deutscher Maler, der vor allem durch seine hochwertigen Kopien bedeutender Werke alter Meister bekannt wurde. Geboren und gestorben in München, erhielt er seine künstlerische Ausbildung zunächst an der privaten Kunstschule von Simon Hollósy und anschließend an der Akademie der Bildenden Künste München. Dort studierte er bei renommierten Künstlern wie Johann Caspar Herterich, Paul Hoecker und Franz Defregger.

Zur Vertiefung seiner künstlerischen Kenntnisse unternahm Böhm mehrere Studienreisen, die ihn unter anderem nach Venedig, Budapest, Thüringen, Florenz und Rom führten. Diese Aufenthalte ermöglichten ihm die intensive Auseinandersetzung mit den Werken bedeutender europäischer Künstler und prägten sein weiteres Schaffen.

Besondere Anerkennung erlangte Böhm durch seine detailgetreuen Kopien berühmter Gemälde. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt die Nachbildung von Peter Paul Rubens’ Altarbild Das apokalyptische Weib, die seit 1926 im Freisinger Dom hängt, während sich das Original heute in der Alten Pinakothek in München befindet. Ebenso schuf er eine Kopie von Albrecht Dürers Bildnis des Oswolt Krel.

Als Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft war Böhm bis 1939 fest in das Münchner Kunstleben eingebunden. Sein Werk steht beispielhaft für die Pflege und Bewahrung des künstlerischen Erbes alter Meister im frühen 20. Jahrhundert.

Literatur

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