Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
| Name | Bayerische Landesimpfanstalt |
| Architekt | Buchert Hermann |
|---|---|
| Stadtbezirk | 5. Au-Haidhausen |
| Stadtbezirksteil | Untere Au |
| Straße | Am Neudeck 1 |
| Jahr Baubeginn | 1903 |
| Jahr Fertigstellung | 1904 |
| Baustil | barockisierend |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil |
Keine Kategorie barockisierend |
| Suchbegriffe | Bayerische Landesimpfanstalt |
Ehem. Bayerische Landesimpfanstalt, jetzt Polizeidienststelle, vormals zweigeschossiger, barockisierender Satteldachbau, von Hermann Buchert, 1903/04, nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg um ein Geschoss erhöht und Walmdach aufgesetzt; Nebengebäude mit Durchfahrt, langgestreckter, erdgeschossiger Satteldachbau; Nebengebäude im Hof, zweigeschossiger Satteldachbau mit Doppelgiebelfassade; ehem. Kontumaz- bzw. Quarantänestall, erdgeschossiger Walmdachbau mit Halbwalmdachanbau und polygonalem Ecktürmchen mit Spitzhelm, historisierend; Einfriedung, verputzte Steinmauer; gleichzeitig.
Die Zentralimpfanstalt wurde 1903/1904 durch das Landbauamt München unter Leitung des Bauamtsassessors Bäuml nach Entwurf des Staatsbaupraktikanten Buchert erbaut. Die Anstalt dient einem doppelten Zweck: Einerseits der Versorgung des Landes mit Impfstoff, anderseits der Durchführung der Erstimpfung im Stadtbezirk München. Dieser Doppelzweck kommt in der Anlage der Jmpfanstalt zum Ausdruck. Das Verwaltungsgebäude enthält die Räume für die Aerzte und das Publikum, das Laboratoriumsgebäude und der Zmpfstall dienen für die Lymphebereitung und für die Aufstellung der zu ihrer Gewinnung erforderlichen Tiere (Zungrinder). Diese sämtlichen Gebäude sind durch überdeckte Zugänge untereinander verbunden. Vollständig getrennt von ihnen ist der Kontumazstall angeordnet, in dem die neuangekauften Zungstiere zur Beobachtung aufgestellt werden. Die Ansichten haben Betonsockel und sind in Kalkmörtel rauh verputzt. Das Verwaltungsgebäude erhielt ein Portal aus Muschelkalk. Die Dächer sind mit roten Biberschwänzen eingedeckt. Die Ställe haben Klinkerpflaster, die Wände Wandverkleidung aus glasierten Plättchen. Niederdruckdampfheizung besitzen sämtliche Räume mit Ausnahme der Hausmeisterwohnung und des Kontumazstalles, welche durch Oefen geheizt werden. Zur Beleuchtung dient elektrisches Licht aus den städtischen Werken. Gesamtbaukosten M. 255815, wovon auf das Verwaltungsgebäude M. 73 225 (1 cdm M. 18.36), auf den Zmpfstall M. 45838 (1 clan M. 20.19), auf das Lympheberei-tungsgebüude M. 32975 (1 edin M. 19.12) und auf den Kontumazstall M. 33 710 (1 cbm M. 18.67) treffen.