Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
| Name | Bergson |
| Stadtbezirk | 22. Aubing-Lochhausen-Langwied |
| Stadtbezirksteil | Lochhausen |
| Jahr Baubeginn | 1940 |
| Jahr Fertigstellung | 1955 |
| Jahr Abbruch | 1988 |
| Kategorie | Industrie & Gewerbe |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Suchbegriffe | Heizkraftwerk |
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Ehemaliges Heizwerk
Die Reichsbahn begann ab 1937 einen großen Abstellbahnhof Pasing-West und in Langwied eine Wagenreinigungshalle und ein Heizkraftwerk zu planen. Eine Verlegung des Münchner Hauptbahnhofs nach Westen sollte in der Innenstadt für das nationalsozialistische Großprojekt „Münchner Ost-West-Achse“ Platz schaffen. Vor dem Baubeginn 1940 sicherten Archäologen im unmittelbar benachbarten bajuwarischen Gräberfeld die ersten Funde aus der Zeit von 450 bis 700 n. Chr. Kriegsbedingt wurden die Arbeiten an der Halle 1941 unterbrochen und erst in der Nachkriegszeit beendet. Die zunächst ungenutzte Halle wurde ab 1955 als kleines Heizwerk betrieben. Nach seiner Stilllegung 1988 wurde das ikonische Bauwerk zu einem „Lost place“ und Heimat der Subkultur. Die zusehends verfallende Industrieruine wurde 2007 unter Denkmalschutz gestellt. Durch private Initiative wurde zwischen 2021 und 2024 der Umbau des ehemaligen Heizwerks zum Bergson Kunstkraftwerk realisiert, einem kulturellen Hotspot mit Galeriefächen, einem Live-Club, Restaurant, Biergarten, Events und Europas klügstem Konzertsaal.
Quelle: Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing e.V.