Gräber in München
 

Münchner Friedhofsportal

Philipp Franz von Siebold

geboren 17.02.1796 (Würzburg)
gestorben 18.02.1866 (München)
Beruf Naturforscher, Japanforscher, holländischer Diplomat, Ethnologe, Botaniker
Friedhof Alter Südlicher Friedhof
Straßenbenennung Sieboldstraße *1908 [5. Au-Haidhausen - Obere Au]
Lage 33-13-5
Wikipedia Philipp_Franz_von_Siebold
Deutsche Biographie sfz80197.html
Philipp Franz von Siebold wurde 70 Jahre alt.
Nach Philipp Franz von Siebold wurde die Straße Sieboldstraße benannt.

Carl Theodor Ernst von Siebold, häufig nur Carl von Siebold (* 16. Februar 1804 in Würzburg; † 7. April 1885 in München) war ein deutscher Arzt und Zoologe.

Durch Vermittlung Alexander von Humboldts erhielt von Siebold 1840 einen Ruf als Professor für Zoologie, vergleichende Anatomie und Veterinärwissenschaft an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. 1840 wurde er Mitglied der Leopoldina. 1845 wechselte er auf den Lehrstuhl für Zoologie und Physiologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 1850 als Physiologie-Professor an die Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau. Er wurde 1853 Ordinarius für vergleichende Anatomie und Zoologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und erhielt im selben Jahr den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst. 1850 wurde er in die Göttinger Akademie der Wissenschaften,[5] 1853 in die Bayerische Akademie der Wissenschaften, 1854 in die American Academy of Arts and Sciences und 1855 in die Russische Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg gewählt.

Neben seiner universitären Tätigkeit war Siebold auch Leiter der zoologisch-anatomischen Sammlungen in München, der heutigen Zoologischen Staatssammlung München (ZSM). In seiner zoologischen Forschung beschäftigte sich Siebold vor allem mit den heimischen Süßwasserfischen. So hat Siebold den Streber (Zingel streber), einen strömungsliebenden Donaubarsch, in seinem Buch „Süßwasserfische Mitteleuropas“ 1863 wissenschaftlich beschrieben. Für die Arbeit an seinem Buch legte Siebold eine umfangreiche Sammlung heimischer Fische an. Unter seiner Leitung entwickelten sich die zoologisch-anatomischen Sammlungen von einem „Naturalienkabinett“ hin zu einer wissenschaftlichen Forschungssammlung. Durch seine eigene Forschungsarbeit wurde vor allem die Fischsammlung substanziell vergrößert. Neben einer umfangreichen Sammlung an Fischskeletten baute Siebold eine Sammlung anatomischer Fischpräparate auf, die er für seine Universitätsvorlesungen nutzte.

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Philipp Franz Balthasar von Siebold war ein bayerischer Arzt, Japan- und Naturforscher, Ethnologe, Pflanzensammler und Botaniker. Er lebte von 1823 bis 1829 sowie von 1859 bis 1862 in Japan. Siebold ist einer der wichtigsten Zeugen des Japans der späten Edo-Zeit und wird bis heute dort hochverehrt. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Siebold“; früher wurde auch die Abkürzung „Sieb.“ verwendet.

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Siebold Philipp Franz von
Philipp Franz von Siebold
Bildrechte: anonym, Siebold 1804-1885, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Siebold Philipp Franz von
Philipp Franz von Siebold
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, Grab - Philipp Franz von Siebold, CC BY-NC 4.0