Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
Carsten Niebuhr (* 17. März 1733 in Lüdingworth; † 26. April 1815 in Meldorf) war ein deutscher Mathematiker, Kartograf und Forschungsreisender in dänischen Diensten.
Carsten Niebuhr stammte aus einer wohlhabenden, alteingesessenen Bauernfamilie im Land Hadeln. Nach dem Tod seines Vaters 1749 verließ er die Lateinschule in Altenbruch. 1755 zog er nach Hamburg und beendete dort seine Schulausbildung an der Gelehrtenschule des Johanneums. Nach einem dreijährigen Mathematikstudium an der Georg-August-Universität Göttingen trat Niebuhr 1760 als Ingenieurleutnant in dänische Dienste. Im selben Jahr wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt. 1761 wurde er von König Frederik V. von Dänemark als Kartograf in die sechsköpfige dänische Arabien-Expedition berufen, die im gleichen Jahr als Arabische Reise mit der Schiffspassage von Kopenhagen nach Konstantinopel begann.
Die Nordsee (veraltet Westsee, Deutsches Meer[1]) ist ein Teil des Atlantischen Ozeans. Sie ist ein Schelfmeer und liegt im nordwestlichen Europa. Bis auf die Meerengen beim Ärmelkanal und beim Skagerrak ist sie auf drei Seiten von Land begrenzt und öffnet sich trichterförmig zum nordöstlichen Atlantik. In einem 150-Kilometer-Bereich an der Küste leben rund 80 Millionen Menschen.
Die Nordsee selbst ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten. Die südliche Nordsee ist zusammen mit dem angrenzenden Ärmelkanal die am dichtesten befahrene Schifffahrtsregion der Welt. Unter dem Meeresboden befinden sich größere Erdöl- und Erdgasreserven, die seit den 1970er Jahren abgebaut werden. Kommerzielle Fischerei hat den Fischbestand des Meeres in den letzten Jahrzehnten vermindert. Umweltveränderungen entstehen auch dadurch, dass die Abwässer aus Nordeuropa und Teilen Mitteleuropas direkt oder über die angrenzende Ostsee in das Meer fließen.
Otto von Guericke (Aussprache und ursprüngliche Schreibung: Gericke [ˈgeːʁɪkə]) (* 20. November jul./ 30. November 1602 greg. in Magdeburg; † 11. Mai jul./ 21. Mai 1686 greg. in Hamburg) war ein deutscher Politiker, Jurist, Physiker und Erfinder. Bekannt ist er vor allem für seine Experimente zum Luftdruck mit den Magdeburger Halbkugeln.
Seine wissenschaftliche Hauptleistung ist die Begründung der Vakuumtechnik.
Er erfand 1649 die Kolbenvakuumluftpumpe, untersuchte die Eigenschaften des (Teil-)Vakuums in einer Vielzahl von Versuchen und schuf Anwendungen wie den Hebeversuch und die Windbüchse. Dabei konnte er zeigen, dass wohl Licht den luftleeren Raum durchdringt, nicht aber der Schall.
In der Öffentlichkeit demonstrierte er die Kraft des Luftdrucks mit spektakulären Experimenten, besonders 1654 auf dem Reichstag zu Regensburg in Anwesenheit von Kaiser Ferdinand III. Guericke hatte im Sommer 1657 zwei große Halbkugeln (¾ Magdeburger Elle) aus Kupfer (Magdeburger Halbkugeln) mittels einer Dichtung zusammengelegt und pumpte die Luft aus dem Inneren heraus. Anschließend wurden vor jede Halbkugel nacheinander acht Pferde gespannt, die sie auseinanderreißen sollten, was aber nicht gelang. Als die Kugeln wieder mit Luft gefüllt wurden, fielen sie von allein auseinander.
Brandenburg [ˈbʁandn̩ˌbʊʁk] (niedersorbisch Bramborska; niederdeutsch Brannenborg; umgangssprachlich die Mark) ist ein Land im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Potsdam, weitere wichtige Zentren sind Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder).
Brandenburg umschließt in seinem Zentrum die deutsche Hauptstadt Berlin und bildet mit dieser gemeinsam die europäische Metropolregion Berlin/Brandenburg, in der rund 6 Millionen Einwohner leben. Mehr als ein Drittel der Fläche Brandenburgs wird von Naturparks, Wäldern, Seen und Wassergebieten eingenommen.
Als Gründungsjahr der Mark Brandenburg gilt 1157, in dem sich der Askanier Albrecht der Bär mit der Rückeroberung der Brandenburg das Gebiet aneignete und es zum Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches machte. Von 1415 bis 1918 stand die Region unter der Herrschaft der Hohenzollern. Von 1701 bis 1946 entwickelte sich die Mark zum Kernland Preußens. Die 1815 geschaffene Provinz Brandenburg bestand bis 1947. Danach wurde auf dem Gebiet das erste Land Brandenburg errichtet und in der DDR auf verschiedene Bezirke aufgeteilt. Als Land der Bundesrepublik Deutschland gründete sich Brandenburg 1990 wieder neu.
Osterwaldstraße: Peter von Osterwald (1718-1778), Geh. Rat, geistl. Ratsdirektor in München, Gründungsmitglied der Bayer. Akademie der Wissenschaften; 0. wurde „bayer. Aufklärer" genannt, weil er die wirtschaftliche Vormachtstellung und die Strafgewalt der Klöster abzuschaffen sowie das Kirchenvermögen unter Staatsaufsicht zu stellen suchte. *1891
1965 - Baureferat
Peter Paul Althaus (* 28. Juli 1892 in Münster; † 16. September 1965 in München) war ein deutscher Schriftsteller und Kabarettist, besonders bekannt für seine Traumstadtgedichte.
In Schwabing war Peter Paul Althaus als Dichter und „Bürgermeister der Traumstadt“ eine anerkannte Berühmtheit (der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel sprach ihn mit „Kollege“ an). 1961 erhielt er den ersten Schwabinger Kunstpreis, 1962 aus Anlass seines 70. Geburtstags die Goldmedaille des Bayerischen Rundfunks (die Laudatio hielt Theodor Heuss).
Althaus ist vor allem für seine Gedichte bekannt geworden, „Verse mit Anklängen an Morgenstern und Ringelnatz, aber trotzdem von eigener Prägung, zarte, filigranartige, gedanklich versponnene und verspielte Gebilde voll skurrilen Humors und von hohem poetischen Reiz“. Die Gedichte leben von Wortspielen und überraschenden Pointen, reine Spielerei wechselt mit Tiefsinn und Melancholie ab.
Friedrich August Ernst Gustav Christoph Krafft Graf von Crailsheim (* 15. März 1841 in Ansbach; † 13. Februar 1926 in München) war ein bayerischer Jurist und evangelischer parteiloser Politiker.
1870 trat er in München in die Dienste des Handelsministeriums. Seit dem 1. Januar 1872 diente er im Ministerium des Königlichen Hauses und des Äußeren und machte bald Karriere: 1874 wurde er Legationsrat und 1879 Geheimer Legationsrat II. Klasse. 1880 wurde Krafft von Crailsheim Außenminister. 1890 folgte er dem verstorbenen Johann von Lutz als Vorsitzender des Ministerrates (Ministerpräsident). Dieses Amt hatte er bis 1903 inne. 1895 wurde er außerdem Reichsrat in der Ersten Kammer des bayerischen Parlaments. Mit Lutz spielte er eine maßgebliche Rolle bei der Absetzung von König Ludwig II., was ihm eine kurze Haft einbrachte. Er wurde ein enger Berater des Prinzregenten Luitpold. In seiner Rücktrittsrede nannte er rückblickend zwei Hauptthemen seiner Laufbahn, die konfessionellen Probleme und das Verhältnis Bayerns zum Reich. Er wohnte zuletzt mit seiner Tochter in einem Haus in der Seestraße am Englischen Garten (damals Nummer 3a, heute Nummer 20).
Eching ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising und liegt im Norden von München an der S-Bahn-Linie 1 und an den Autobahnen A 9 und A 92. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf der Münchner Schotterebene vom westlichen Ufer der Isar im Ortsteil Dietersheim bis zu den Ausläufern des tertiären Donau-Isar Hügellandes im Ortsteil Günzenhausen.
Der Ortsname „Eching“ geht wohl auf einen bajuwarischen Edlen oder Sippenältesten namens „Ecco“ oder „Echo“, verschiedentlich auch „Eho“ geschrieben zurück, wieder andere Quellen sprechen davon, dass dies eine alte Bezeichnung für einen Pferdezüchter sei. Im Jahr 773 bzw. 776 wird Eching „Ehingas“ genannt. Anno 1567 heißt der Ort „Egen“. Etwas später im Jahre 1595 schreibt man Öching. In einer anderen Urkunde aus dem Jahre 1601 ist von „Oeching auf’m G’füll“ die Rede. Wie lange sich der Name „Oeching auf’m G’füll“ gehalten hat, ist nicht bekannt. Jedoch schon nach dem Dreißigjährigen Krieg heißt der Ort Eching. Später wurde Eching von Amts wegen her „Eching bei Freising“ genannt.
Garching bei München (amtlich: Garching b.München[2]) ist eine Stadt im Norden des Landkreises München (Oberbayern). Sie grenzt im Süden an die Landeshauptstadt München, im Norden an die Gemeinde Eching im Landkreis Freising, im Westen an die Gemeinde Oberschleißheim und im Osten entlang der Isar an die Gemeinde Ismaning (beide Landkreis München). Garching ist insbesondere durch sein Forschungszentrum mit vielen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen international bekannt geworden.
Das ländlich geprägte Garching war Teil des „Landgerichts München links der Isar“, später Landkreis München. Nach 1945 fanden zahlreiche Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Garching und Hochbrück eine neue Heimat. 1957 erfolgte die Inbetriebnahme des Forschungsreaktors München („Atomei“), des ersten deutschen Forschungsreaktors, in Garching. 1977 wurde mit der Errichtung eines neuen Ortszentrums begonnen, in dem 1988 das neue Rathaus nach den Plänen von Eberhard Schunck gebaut wurde. Am 14. September 1990 wurde der Ort zur Stadt erhoben. Fünf Jahre später erfolgte mit der Inbetriebnahme der Verlängerung der Münchner U-Bahn-Linie U6 nach Garching-Hochbrück der Anschluss an das U-Bahn-Netz. Am 21. November 1997 beschloss der Stadtrat, Garching als „Universitätsstadt“ zu bezeichnen. Der Forschungsreaktor München wurde am 28. Juli 2000 um 10:30 Uhr abgeschaltet. Er wurde 2004 durch die benachbart liegende Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (Forschungsreaktor München II) ersetzt. Zum 14. Oktober 2006 wurden mit der Verlängerung der U-Bahn-Linie U6 die zwei neuen U-Bahnhöfe Garching und Garching-Forschungszentrum in Betrieb genommen.