Geschichte der Straßennamen

  • - Einführung der Hausnummern

    Der Magistrat führt die Hausnummern ein


  • - Mit dem Karlsplatz wird erstmals eine Straße nach einer Person benannt

    Der Karlsplatz wurde nach Kurfürst Carl Theodor benannt. Somit wirde erstmals eine Straße nach einer Person benannt.


  • - Einführung von Straßenschildern

    München hat bereits 150 Straßen


  • - Umbenennung von Straßen in der Maxvorstadt (Befreiungskriege)

    Auf Befehl König Ludwig I. werden Straßen in der Maxvorstadt nach bayerischen Siegen in dern Befreiungskriegen benannt.


  • 7. März  - Haidhausen - Straßennamen werden nach der Eingemeindung beibehalten

    Das Innenministerium bestättigt die Entscheidung des Münchner Magistrates, die hergekommenen Straßennamen als offizielle Benennungen beizubehalten. 


  • 3. Mai  - Umbenennung der Gassen zu Straßen

    Die „Polizeidirektion“ erlässt eine neue „Bezirks- und Distriktseinteilung“, mit der Aufzählung sämtlicher Straßen, die zu dem jeweiligen Bezirk gehören.

    Die „Polizeidirektion“ erlässt eine neue „Bezirks- und Distriktseinteilung“, mit der Aufzählung sämtlicher Straßen, die zu dem jeweiligen Bezirk gehören.  

    Alle bisherigen „Gassen“ heißen seitdem „Straße“.  
    Nur die „Preysinggasse“ wird vergessen und dafür im Jahr darauf zur Straße.

    Inzwischen ist aus der „Preysingstraße“ die „Viscardigasse“ geworden.  

    Andere „Straßen“ nennt man später wieder in „Gasse“ um.  
    Es sind dies die „Dürnbräugasse“, die „Albertgasse“ und die „Filserbräugasse“

    Quelle: Rudolf Hartbrunner


  • 4. August  - Straßen sollen nach geschichtlichen Momenten und verdienten Personen benannt werden

    Dem Münchner Magistrat wird aufgetragen:

    „mit neuen Straßenbenennungen geschichtliche Momente der Stadt und insbesondere durch Kunst und Wissenschaft verdiente Männer derm Gedächtnis der Jetztzeit näherzurücken“


  • - Die Münchner Straßennamen und ihre Bedeutung

    Josef Fernberg (Lehrer an der Domschule)


  • - Josef Fernberg - „Die Münchener Straßennamen und ihre Bedeutung“


  • - Adressbuch mir Straßennamenserläuterungen


  • - Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung

    Karl Graf von Rambaldi (800 Straßen)


  • 30. Oktober  - Der „Deutsche Städtetag“ empfiehlt Straßen und Plätze nach deutschen Schutzgebieten zu benennen

    Der „Deutsche Städtetag“ gibt eine Anregung der „Deutschen Kolonialgesellschaft“ weiter, „den Städten zu empfehlen, geographische Namen aus den deutschen Schutzgebieten zur Benennung von Straßen und Plätzen zu verwerten“.


  • 3. September  - Straßenbenennung nach Kolonialgebieten in Gern

    Im 28. Stadtbezirk“ [= Gern] werden die Straßen „Togostraße“, „Kamerunplatz“, „Dar-es-Salaam- Straße“, Tsingtaustraße“, „Sansibarplatz“ und „Samoaplatz“ nach den Kolonialgebieten benannt.


  • 30. April  - Straßenumbenennungen im Pasinger Rathaus


  • - Beschluss eines Kolonialviertels in Bogenhausen und Tudering

    Die Nationalsozialisten beschließen die Errichtung eines Kolonialsviertel in Bogenhausen und Trudering


  • 7. Dezember  - Umbennungen von jüdischen Straßennamen werden beschlossen

    Der Hauptauschuss des Stadtrates beschließt die ersten Umbennungen von Straßennamen die nach jüdischen Personen benannt sind.


  • 18. Oktober  - In Moosach werden Straßen nach Bergsteigern benannt

    Der Stadtrat beschließt in Moosach Straßen nach Bergsteigern zu benennen


  • 1. April  - Verordnung: Umbenennungen von Straßen bedarf der Zustimmung der Partei

    Neue Verordnung: Die Umbennung der Straßen bedarf der Zustimmung des Beauftragten der Partei.


  • 30. August  - Einstellung der Straßenbenennungen

    Die Straßenbenennungen werden durch einen Erlaß des Reichsinnenministeriums als kriegsunwichtig eingestuft und sind zur Vereinfachung der Verwaltung völlig einzustellen.
    Der Angriff auf Polen fand zwei Tage später statt.


  • 7. November  - Straßenbenennung der Siedlung Harthof

    Der Stadtrat beschloß, dass die Straßen der Siedlung am Harthof nach Personen benannt werden sollen, die sich im Ausland um das Deutschtum verdient gemacht hatten


  • 16. Mai  - Karl Scharnagel ordnet Umbenennung der Straßen an

    Die Straßen die seit 1933 aus politischen Gründen benannt wurden, erhalten wieder ihre alten Namen.


  • 25. Juni  - Oberbürgermeister Karl Scharnagel erhält den Befehl zur Straßenumbenennung

    Oberbürgermeister Karl Scharnagl muss eine Aufstellung der Straßen und Plätze bis zum 4. Juli 1945 vorlegen, deren Benennung mit dem Dritten Reich in Verbindung stehen, vorlegen. Ebenso sind Vorschläge zu deren Umbenennun zu erstellen.


  • 8. November  - Beratung über die Umsetzung der Umbennung der Straßennamen

    Folgender Beschluß wurde gefasst:

    1. Straßen, die deutsche Siege im Feindesland nach dem 1.8.1914 verherrlichen oder in ihrer Erinnerung wach halten, durch geeignte andere Namen zu ersetzen;
    2. Straßen, die nach verdienten Soldaten, die in anständiger Weise gehandelt haben und deren Taten nicht von nationalitischen Geist inspiriert waren, zu belassen, es sei denn, das sie in der Nazibewegung hervorgetreten sind. Dies trifft vor allem für Soldaten des 1. Weltkrieges und früherer Kriege zu. Denn es würde dem Empfinden weiterer Volkskreise wohl nicht entsprechen, wenn man beispielweise eine Boelkestraße umbenennen würde, nachdem bei der Beisetzung Boelkes der ritterliche Gegner über dem Grabe aus der Luft als Anerkennung Kränze abwarf.


  • 2. Oktober  - Stadtratsbeschluß Ludwigsfeld

    Stadtratsbeschluß: „Für die Straßenbenennungen im Regierungslager für heimatlose Ausländer werden für Ausländer leicht verständliche Namen von Edelmineralien verwendet.“


  • - Münchens Straßennamen

    Herausgeber: Baureferat der Landeshauptstadt München


  • 20. August  - Umbenennung von Kolonialstraßen

    Von der Deutschen Friedensgesellschaft-Internationale der Kriegsgegener e.V. wurde angeregt, die im 32. Stadtbezirk befindlichen Von-Trotha-Straße, Von-Erckert-Straße bzw. Platz, Von-Gravenreuth-Straße, Von-Hedebreck-Straße umzubenennen, da sie an Krieg und Kolonialismus erinnern.

    Umbenennung wird durch das Stadtarchiv abgelehnt

    Die Durchsicht der einschlägigen Literatur ergab keine Anhaltspunkte dafür, daß den genannten Offizieren Handlungen zur Last gelegt werden können, die als diskriminierend zu bezeichnen wären. Sie haben Angriffe befehligt und beim Kriegshandlungen mitgewirkt, wie das er Berufsstand mit sich brachte.

    Es vertritt vielmehr die Ansicht, daß die Straßenbenennungen aus ihrer Zeit heraus verstanden werden müssen. Sie stellen, genaiso wie die Werke der bildenden Kunst, ein Spiegelbild ihrer Zeit dar, das erhaltungswürdig ist.

    Dr. Schattenhofer
    Oberarchivdirektor

     

    Sie erfüllten ihren Beruf aus dem Geschichtsbewußtsein ihrer Zeit und hatten den guten Glauben, die Eingeorenen befrieden und schützen zu müssen. Sie sahen den Kolnialgedanken als eine legitime Sache der eurpäischen Großmächte und waren bereit, alle Strapazen und Gefahren ihres Dienstes auf sich zu nehmen. Mehrfach wird erwähnt, daß sie es ablehnten, auf grausame Kampfmethoden dr Eingeborenen mit Vergeltungsmaßnahmen zu antworten.

    Es deutet nichts darauf hin, daß von Trotha und die drei Offiziere, die in den ehemaligen Kolonien den Tod fanden, inhuman gehandelt hätten.

    Es besteht kein zwingernder Grund, die vier Straßennamen zu ändern. Es wird empfohlen, die Bezeichnungen als historische Nachweise und als Erinnerung an den gebürtigen Münchner Karl von Gavenreuth und seinen Kreis zu belassen.

    gez. Dr. Alfons Ott
    Bibliotheksdirektor

     

    Eine Einsetzung einer Kommision zur Überprüfung der Straßennamen wird abgelehnt

    Das Baureferat stellt zur Frage der Einrichtung einer Kommision fest, daß die Münchner Straßennamen bereits im Jahre 1845 und 1946 von einer Kommision sorgfältig überprüft worden sind. Unter Anlegung der damaligen sehr strengen Maßstäbe wurden nahezu 100 Straßennamen geändert und ist der Auffassung, daß  für die Behandlung vom Umbenennungsfragen kein eigenes Gremium gebildet werden muss


  • 3. Mai  - Umbenennung der Gassen zu Straßen

    Die „Polizeidirektion“ erlässt eine neue „Bezirks- und Distriktseinteilung“, mit der Aufzählung sämtlicher Straßen, die zu dem jeweiligen Bezirk gehören.

    Die „Polizeidirektion“ erlässt eine neue „Bezirks- und Distriktseinteilung“, mit der Aufzählung sämtlicher Straßen, die zu dem jeweiligen Bezirk gehören.  

    Alle bisherigen „Gassen“ heißen seitdem „Straße“.  
    Nur die „Preysinggasse“ wird vergessen und dafür im Jahr darauf zur Straße.

    Inzwischen ist aus der „Preysingstraße“ die „Viscardigasse“ geworden.  

    Andere „Straßen“ nennt man später wieder in „Gasse“ um.  
    Es sind dies die „Dürnbräugasse“, die „Albertgasse“ und die „Filserbräugasse“

    Quelle: Rudolf Hartbrunner


  • - Haus- und Straßennamen der Münchner Altstadt

    Helmuth Stahleder


  • - Umbenennung: Karl-Peters-Straße in Ida-Pfeifer-Straße


  • - Weiblichen Persönlichkeiten wird bei der Straßenneubenennungen der Vorgang gegeben

    Der Kommunalausschuss beschließt einstimmig: „Künftig wird bei Straßenneubenennungen weiblichen Persönlichkeiten der Vorrang gegeben, soweit es der jeweiligen Systematik der Straßenbenennungen entspricht.“


  • 15. Februar  - Namensgebung Hilblestraße

    Antrag Nr. 08-14 / B 02800 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 09 – Neuhausen-Nymphenburg


  • 25. September  - Koloniale Straßennamen - Wie lange noch

    Podiumsdiskusion im Münchner Rathaus


  • 25. Oktober  - DECOLONIZE MÜNCHEN freedom roads! | Spuren Blicke Stören | Georges Adéagbo

    Ausstellung im Münchner Stadtmuseum mit umfangreichem Kulturprogramm vom  25. Oktober 2013 – 23. Februar 2014 


  • - Paul-Legarde-Straße wird in Ilse-Weber-Straße umbenannt


  • 25. Mai  - Umbenennung des Kißkaltplatzes

    Antrag Nr. 08-14 / B 05695 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 12 – Schwabing-Freimann


  • 10. November  - Historisch belastete Straßennamen; Prüfung Georg-Freundorfer-Platz

    Antrag Nr. 14-20 / B 01767 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 08 - Schwanthalerhöhe 


  • 14. Januar  - Benennung der Alois-Wunder-Straße

    Antrag Nr. 14-20 / B 01939 des Bezirksausschusses des Stadtbezirkes 21 – Pasing – Obermenzing


  • 30. Juni  - Historisch belastete Straßennamen untersuchen

    Historisch belastete Straßennamen untersuchen und einen Vorschlag für den Umgang damit erarbeiten Antrag Nr. 14-20 / A 01143 der SPD-Stadtratsfraktion vom 30.06.2015 Produkt 5112030 (Zentrale Sicherung der städt. Verwaltungsüberlieferung und stadtgeschichtliche Forschungsarbeit) des Direktoriums Finanzierung