Münchner Straßenverzeichnis


Kürnberg
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Bildrechte: Master of the Codex Manesse (Foundation Painter) creator QS:P170,Q59285703, Codex Manesse Der von Kürenberg, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Der von Kürenberg war ein mittelhochdeutscher Dichter von Minneliedern im 12. Jahrhundert.

Unter dem Namen Der von Kürenberg sind in der Großen Heidelberger Liederhandschrift (Sigle: C; entstanden knapp nach 1300) 15 Strophen überliefert; von der etwas älteren ‚Budapester Liederhandschrift‘ (Sigle: Bu; Vizkelety stellte Gemeinsamkeiten im Lautstand mit in den beiden letzten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts entstandenen Handschriften fest) sind nur Fragmente, insgesamt drei Blätter, enthalten; darunter die Überschrift ‚Der Herr von Kürenberg‘ und die ersten 9 der ‚Kürenbergerstrophen‘. Dem sprachlichen Befund nach wurde Bu im bayrisch-österreichischen Dialekt im Donauraum zwischen Regensburg und Wien geschrieben.

Ob der Dichter dem Ministerialengeschlecht der Kürenberger angehörte, das im 12. Jh. an verschiedenen Orten in Bayern und im heutigen Ober- und Niederösterreich fassbar ist, ist den Strophen naturgemäß nicht zu entnehmen, doch ist diese Annahme plausibel. Eindeutig und unumstritten ist nur, dass er der Gruppe des donauländischen Minnesangs angehört. Da die Handschrift Bu der Heimat des Dichters entstammt und die gleiche Reihenfolge der Strophen in C und Bu zeigt, dass beide Handschriften auf eine ältere Sammlung zurückgehen, ist es wahrscheinlich, dass die Autornennung keine Fiktion der Zeit um 1300 ist, sondern dass tatsächlich ein ‚Herr von Kürenberg‘ der Autor war. Zur Identifikation mit einer bestimmten Person verhilft das jedoch nicht. Identifikationsversuche gab es mehrere; in jüngster Zeit von Peter Volk.

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Straßenname Kürnbergstraße
Benennung Erstnennung
RubrikPersonen
Kategorie Ritter  Sänger  
Person Kürnberg
geboren
gestorben
Kategorie Ritter  Sänger  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 118567756
Leben
 Kürnberg

Der von Kürenberg war ein mittelhochdeutscher Dichter von Minneliedern im 12. Jahrhundert.

Unter dem Namen Der von Kürenberg sind in der Großen Heidelberger Liederhandschrift (Sigle: C; entstanden knapp nach 1300) 15 Strophen überliefert; von der etwas älteren ‚Budapester Liederhandschrift‘ (Sigle: Bu; Vizkelety stellte Gemeinsamkeiten im Lautstand mit in den beiden letzten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts entstandenen Handschriften fest) sind nur Fragmente, insgesamt drei Blätter, enthalten; darunter die Überschrift ‚Der Herr von Kürenberg‘ und die ersten 9 der ‚Kürenbergerstrophen‘. Dem sprachlichen Befund nach wurde Bu im bayrisch-österreichischen Dialekt im Donauraum zwischen Regensburg und Wien geschrieben.

Ob der Dichter dem Ministerialengeschlecht der Kürenberger angehörte, das im 12. Jh. an verschiedenen Orten in Bayern und im heutigen Ober- und Niederösterreich fassbar ist, ist den Strophen naturgemäß nicht zu entnehmen, doch ist diese Annahme plausibel. Eindeutig und unumstritten ist nur, dass er der Gruppe des donauländischen Minnesangs angehört. Da die Handschrift Bu der Heimat des Dichters entstammt und die gleiche Reihenfolge der Strophen in C und Bu zeigt, dass beide Handschriften auf eine ältere Sammlung zurückgehen, ist es wahrscheinlich, dass die Autornennung keine Fiktion der Zeit um 1300 ist, sondern dass tatsächlich ein ‚Herr von Kürenberg‘ der Autor war. Zur Identifikation mit einer bestimmten Person verhilft das jedoch nicht. Identifikationsversuche gab es mehrere; in jüngster Zeit von Peter Volk.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
1943 Adressbuch  
Nach dem Ritter von Kürnberg, Oberösterrreich; soll der Dichter des Nibelungenlieds gewesen sein.

Verbindet die Zuccalistraße, die Brunhildestraße kreuzend, mit der Laimer Straße.

Wikipedia


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