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SUMMARY:Erinnerungszeichen für Armand und Lina Oster
DESCRIPTION:&lt;p&gt;Lina Berta van Wien, genannt „Engelinchen“ heiratete im Januar 1913 den Dermatologen Dr. Armand Oster. Das Paar zog in die Winzererstraße und bekam zwei Kinder: 1913 wurde ihr Sohn Kurt Rudolf geboren, ihre Tochter Lieselotte kam 1919 zur Welt. Dr. Armand Oster diente im ersten Weltkrieg als Arzt. Zurück in München engagierte er sich neben seiner Arbeit als Dermatologe im Schachclub Lasker, 1929 wurde er Mitglied beim FC Bayern München.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten musste die Familie ihre Wohnung in der Winzererstraße verlassen und Lina, Armand und die Kinder Lieselotte und Kurt Rudolf waren gezwungen, in die Räume der Arztpraxis von Dr. Oster in der Theatinerstraße zu ziehen. 1937 mussten sie abermals umziehen, diesmal in die Lindwurmstraße. 1938 wurde Dr. Armand Oster die Approbation entzogen. Er durfte den Arztberuf nicht mehr ausüben und musste stattdessen Zwangsarbeit in einer Gärtnerei leisten. Auch Lina Oster wurde zu Zwangsarbeit in einer Druckerei genötigt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ihr Sohn Kurt Rudolf konnte nach Argentinien emigrieren, ihre Tochter Lieselotte gelang die Flucht nach Großbritannien. Auch Lina und Armand Oster hofften, nach Argentinien auswandern zu können. Dr. Armand Oster lernte bereits Spanisch für die geplante Emigration. Im April 1941 bekamen sie die Einreisegenehmigung für Argentinien. Die Ausreise verzögerte sich jedoch, und nachdem die Nationalsozialisten im Oktober 1941 allen Jüdinnen und Juden die Emigration verboten, war das Ehepaar Oster in Deutschland gefangen. Im November 1941 deportierte die Gestapo Dr. Armand Oster und seine Frau Lina nach Kaunas, wo die beiden am 25. November 1941 erschossen wurden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;15:00 Gedenkveranstaltung im Stadtarchiv München (Rotunde)&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Dr. Daniel Baumann, Stadtarchiv München&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Stadträtin Gudrun Lux in Vertretung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Rudolf Oster und Laura May für die Angehörigen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Benjamin Bossone, Bundesamt für Logistik und Mobilität&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Grußwort des FC Bayern München e. V.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Musik: Simon Japha, Akkordeon&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;16:00 Anbringung der Erinnerungszeichen am ehemaligen Wohnort&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Winzererstraße 52&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Thomas Rock Bezirksausschuss Schwabing-West&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Rabbiner Shmuel Aharon Brodman, Israelitische Kultusgemeinde&lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
DTSTART:20260616T150000
DTEND:20260616T163000
LOCATION:Stadtarchiv München (Rotunde) Winzererstraße 68
ORGANIZER:Public History München
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