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SUMMARY:Erinnerungszeichen zum Gedenken an Ruth Levinger
DESCRIPTION:&lt;p&gt;Gedenkveranstaltung am ehemaligen Wohnort von Ruth Levinger&lt;/p&gt; &lt;ul&gt; &lt;li&gt;Stadtrat Thomas Ranft in Vertretung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München&lt;/li&gt; &lt;li&gt;Dr. h.c. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern&lt;/li&gt; &lt;li&gt;Dr. Sibylle von Tiedemann, Arbeitsgruppe Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München&lt;/li&gt; &lt;li&gt;Übergabe des Erinnerungszeichens durch die Angehörigen&lt;/li&gt; &lt;li&gt;Gideon Levinger und Rachel Nachmani stellen die Biografie von Ruth Levinger vor&lt;/li&gt; &lt;li&gt;Angelika Pilz-Strasser, Bezirksausschuss 13 Bogenhausen&lt;/li&gt; &lt;/ul&gt; &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wer war Ruth Levinger? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Ruth Levinger wurde am 20. Januar 1908 in München als Tochter des Arztes Siegfried Levinger und seiner Ehefrau Elisabeth geb. Jacobsohn geboren. Mit ihrem jüngeren Bruder Fritz verlebte sie eine schöne und behütete Kindheit in München-Bogenhausen. Ab 1921 besuchte Ruth Levinger das Luisengymnasium, das sie 1927 mit einem glänzenden Abitur abschloss. Die begabte junge Frau begann im gleichen Jahr an der LMU München ein Medizin- und Philosophiestudium. Sie erkrankte jedoch und musste 1932 ihr Studium aufgeben. Bis Anfang 1939 wurde sie in verschiedenen Heilanstalten behandelt. Ihrem Bruder gelang 1933 die Auswanderung nach Palästina, die Eltern folgten ihm 1936. Für die erkrankte Ruth gab es keine Möglichkeit auszureisen. Im Jahr 1939 wurde sie aus unbekannten Gründen in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar verlegt. Am 20. September 1940 wurde Ruth Levinger mit 190 weiteren Jüdinnen und Juden aus bayerischen Heil- und Pflegeanstalten in die Tötungsanstalt Hartheim deportiert und ermordet. Diese Deportation war der erste systematische Massenmord an Juden, der als Vorstufe zum Holocaust gilt. Eine ausführliche Biografie von Ruth Levinger ist im Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde nachzulesen.&lt;/p&gt; 
DTSTART:20190929T150000
DTEND:20190929T000000
LOCATION:Gaußstraße 3 
ORGANIZER:Staatsarchiv München
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