Münchner Geschichte

Rückblick

Damals vor 100 Jahren

 

Donnerstag, den 23.04.1919


Die Vorlesungen des Sommersemesters beginnen nicht vor dem 1. Juli

München * Der Revolutionäre Hochschulrat ordnet an, dass die Vorlesungen des Sommersemesters nicht vor dem 1. Juli beginnen. 

Der Installateur Ferdinand Mairgünther wird Polizeipräsident

München * Polizeipräsident Johann Clemens Waldschmidt wird nach nur knapp einem Tag durch den Installateur Ferdinand Mairgünther, dem Schriftleiter der Münchener Roten Fahne, abgelöst. 

Die Münchener Post wird als erste Tageszeitung zugelassen

München * Die Münchener Post wird als erste Tageszeitung zugelassen.

Gleichzeitig erscheint die Nummer 10 der „Mitteilungen des Vollzugsrats der Betriebs- und Soldatenräte“

Regierungs-Flugblätter fordern zum Durchhalten auf

München * Regierungstreue Flugzeugbesatzungen werfen wieder Flugblätter der Regierung Hoffmann über München ab, die zum Durchhalten auffordern. 

Reichswehrminister Gustav Noske ordnet den Angriff auf München an

Weimar * Reichswehrminister Gustav Noske [SPD] ordnet den Angriff Münchens durch zwei große militärische Einheiten an und übernimmt für die Aktion selbst die Oberleitung.

  • Die an der bayerischen Nordgrenze stehenden  Preußischen Hilfstruppen unter Generalleutnant Ernst von Oven und
  • die Württembergischen Einheiten sowie die noch zu sammelnden bayerischen Verbände und das Bayerische Schützenkorps bei Augsburg-Ulm.

Noske gibt dazu militärisch präzise Anweisungen: „Das Operationsziel ist München. In München ist die Gewalt der gesetzmäßigen bayerischen Regierung wiederherzustellen. […] Sobald München besetzt und der Widerstand in München erloschen ist, übernimmt der bayerische Generalmajor [Arnold Ritter] von Möhl den Befehl in München“.

Die Gesamtstärke der gegen die Räteregierung eingesetzten, voll ausgerüsteten Streitkräfte beträgt annähernd 35.000 Mann. Der Oberbefehl wird dem preußischen Generalleutnant Ernst von Oven übertragen. 

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